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Selenskyj klagt an: Tut die Schweiz genug gegen Putin und die Oligarchen?

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Von Euronews  mit AFP, AP
Selenskyj klagt an: Tut die Schweiz genug gegen Putin und die Oligarchen?
Copyright  Peter Klaunzer/AP   -  

Tausende Schweizerinnen und Schweizer haben sich auf dem Bundesplatz in Bern versammelt, um ihrer Solidarität mit der Ukraine Ausdruck zu verleihen. An der Veranstaltung nahmen auch Artem Rybchenko, der Botschafter der Ukraine in der Schweiz, und der Bundespräsident Ignazio Cassis teil.

Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte in seiner Videoansprache, dass sich der Schweizer Konzern Nestlé nicht aus Russland zurückgezogen hat. Der Staatschef zitierte den Slogan der größten Schweizer Firma, Nestlé, der laute 2gutes Essen, gutes Leben". Und dieser Konzern wolle Russland nicht verlasse, "obwohl unsere Kinder sterben und unsere Städte zerstört werden."

Selenskyj forderte auch die Politik auf, mehr gegen die russischen Oligarchen in der Schweiz zu unternehmen.

Der Schweizer Bankenverband schätzt die Vermögen von im Ausland lebenden Russen in der Schweiz auf etwa 150 bis 200 Milliarden Franken, das sind 145 bis 194 Milliarden Euro. Ob auch der russische Präsident Putin selbst Gelder in der Schweiz deponiert hat, ist nicht klar.

Die EU-Sanktionen gegen Russland und damit auch gegen russische Oligarchen hatte die Regierung in Bern nach einigen Tagen des Zögerns übernommen. 

Doch Wolodymyr Selenskyj hatte schon im deutschen Bundestag mehr Engagement für sein Land gefordert und Deutschland vorgeworfen, nur an die Wirtschaft zu denken.

Auch in Helsinki der Hauptstadt von Russlands Nachbarland Finnland haben an diesem Samstag etwa 700 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine protestiert.

In Paris gab es ebenfalls eine Protestkundgebung auf der Place de la République, an der auch viele Ukrainerinnen und Ukrainer teilnahmen - in Gedanken an ihre Verwandten, die in ihrem Heimatland in Schutzräumen ausharren oder an der Front kämpfen.

In New York stand der Protest an diesem Wochenende unter dem Motto "Mütter für die Ukraine".