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Bidens Krisen-Besuch in Europa: Was zu erwarten ist

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Von Euronews  mit dpa, afp, ap
Bidens Krisen-Besuch in Europa: Was zu erwarten ist
Copyright  Patrick Semansky/MTI/MTVA

Für US-Präsident Joe Biden beginnt an diesem Mittwoch eine große Europa-Reise – und ein wahrer Gipfelmarathon: Es stehen Treffen mit den Partnern von EU, Nato und G7 an.

Am Freitag fliegt Biden dann nach Polen, Nachbarland der Ukraine. Ein Besuch im Kriegsgebiet selbst steht wohl nicht auf der Tagesordnung.

Neue Sanktionen gegen Russland

Aber dafür neue Sanktionen. Laut Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan sollen sie am Donnerstag in Brüssel verkündet werden. "Ziel ist nicht nur die Einführung neuer Sanktionen, sondern es geht auch um gemeinsame Anstrengungen der Partner, gegen die Umgehung der Sanktionen vorzugehen, gegen jeden Versuch eines Landes, Russland dabei zu helfen, die Sanktionen zu untergraben, zu schwächen oder zu umgehen", so Sullivan.

Den großen Durchbruch darf man sich von den Krisentreffen wohl nicht erhoffen. Dafür aber mehr Unterstützung für Länder, die besonders viele Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen haben. In den USA sind bislang kaum Schutzsuchende angekommen.

Selenskyj per Videoschalte bei Nato-Gipfel

Der polnische Präsident Andrzej Duda erklärte im Vorfeld des Besuchs, die Nato brauche aufgrund der "beispiellosen" Aggression Russlands in der Ukraine eine neue strategische Vision.

"Es ist ein beispielloses Morden. Und die freie Welt darf sich damit niemals abfinden. Ich hoffe, dass der Nato-Gipfel in Brüssel am Donnerstag die Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine unmissverständlich verteidigen wird", sagte Duda.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird virtuell zum Nato-Sondergipfel zugeschaltet. Im ukrainischen Fernsehen zeigte er sich offen dafür, das Ziel einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine aufzugeben, wenn Russland im Gegenzug seine Truppen abzieht und Sicherheitsgarantien für die Ukraine abgibt.