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Von Belgrad nach Moskau: Flugzeuge müssen immer wieder umdrehen wegen Bombendrohung

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Von Katharina Sturm
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Von Belgrad nach Moskau: Flugzeuge müssen immer wieder umdrehen wegen Bombendrohung
Copyright  Darko Vojinovic/AP

Wer aktuell nach Moskau, oder aus Russland raus möchte, fliegt am besten über Belgrad. Die serbische Fluggesellschaft "Air Serbia" fliegt immer noch nach Russland, da Serbien bei dem EU-Flugverbot nicht mitmacht. Die Strecke zwischen Serbien und Russland ist jedoch mit Risiken verbunden und unzuverlässig, da mehrere Flüge wegen Bombendrohungen nach dem Start wieder umdrehen mussten.

Weder über der Ukraine noch über Russland gibt es viele Flugbewegungen, wie Flightradar 24 aufzeigt.

Radojko Caran ist stellvertretender Kommandat der Belgrader Polizei und bestätigt, dass sie versuchen, die Bombendrohungen zurückzuverfolgen, egal ob sie per E-Mail, Telefon oder Brief kommen. Letztendlich entscheide der Kapitän wo das Flugzeug landet, aber er tue dies unter Berücksichtigung der internationalen Vorschriften, so dass die meisten Flugzeuge nach Belgrad zurückkehren würden, sagte Caran.

Die Bombendrohungen kommen jedoch nicht nur bei der serbischen Fluggesellschaft vor. Auch bei dem Flug von Turkish Airlines aus Moskau am 22. März gab es eine Bombendrohung.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind teuer, so dass Air Serbia die Anzahl der Flüge pro Woche reduziert und gleichzeitig ihre Ticketpreise erhöht.

Der Luftfahrtanalyst Luka Popovic denkt, dass die EU ein Auge zudrückt, weil auch sie eine Luftbrücke braucht, damit Arbeitnehmer aus Westeuropa nach Russland fliegen können.
Er sagt es sei offensichtlich, dass Air Serbia in Schwierigkeiten geraten und das Vertrauen in das Unternehmen verletzt werden könnte, aber er denkt, dass sie weiterhin nach Moskau fliegen werden, weil sie damit einen großen Gewinn erzielen. 

Der einzige Grund für die Streichung dieser Linie könnten die Kosten sein, die steigen könnten, und nichts anderes
Luka Popovic
Luftfahrtanalyst

Der ehemalige estnische Außenminister Urmas Pet sagte, dass die Luftbrücke verboten werden sollte. Die Europäische Kommission habe jedoch keine Befugnis dazu, da Serbien kein EU-Mitgliedstaat sei, so dass der Luftraum für Air Serbia offen bleibe, um nach Moskau zu fliegen.