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Kim Jong Un feuert "Monsterrakete" ab, USA verhängen Sanktionen

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Von Euronews  mit dpa
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Kim Jong Un feuert "Monsterrakete" ab, USA verhängen Sanktionen
Copyright  朝鮮通信社/AP

Es ist das stärkste Geschoss, das Nordkorea je gebaut hat. Experten bezeichnen es als "Monsterrakete". Pjöngjang hat eine neuartige atomwaffenfähige Interkontinentalrakete getestet, die die USA erreichen kann. Washington reagiert mit Sanktionen.

Kim: "Sind bereit für Konfrontation"

Mehrere westliche Staaten haben Nordkoreas jüngsten Test einer Interkontinentalrakete scharf verurteilt. Die nach dem Roten Planeten benannte „Hwasong 17“ ( zu Deutsch „Mars 17“) ist die stärkste Rakete, die Pjöngjang je gebaut hat.

Beaufsichtigt wurde der Abschuss am Donnerstag von Kim Jong Un höchst persönlich. "Wir sind bereit für eine langwierige Konfrontation mit den USA“, erklärte der nordkoreanische Machthaber.

"Wir sind bereit für eine langwierige Konfrontation mit den USA“
Kim Jong Un
Nordkoreanischer Machthaber

Die neue Waffe werde "ihre Aufgabe und Pflicht als mächtiges nukleares Abschreckungsmittel erfüllen", schwärmte Kim nach dem Test. Sein Land verfüge über "beeindruckende militärische und technische Fähigkeiten, die von jeder militärischen Bedrohung und Erpressung unbeeindruckt bleiben".

Thema im Weltsicherheitsrat

Die USA haben bereits Sanktionen angekündigt. Sie sollen Einrichtungen treffen, die "sensible Elemente für das nordkoreanische Raketenprogramm" beschafft haben sollen. Der UN-Sicherheitsrat will über den Raketenabschuss beraten.

Den nordkoreanischen Medien zufolge wurde die Rakete am internationalen Flughafen von Pjöngjang abgefeuert, erreichte nach einem senkrechten Aufstieg eine Höhe von bis zu über 6200 Kilometern und traf das vorgesehen Ziel im Japanischen Meer 1090 Kilometer vom Startpunkt entfernt.

Die Angaben deckten sich damit in etwa mit denen des südkoreanischen Militärs vom Tag zuvor. Es war damit der bisher größte Test einer ICBM durch Nordkorea. Zu ICBM zählen Raketen, die mehr als 5500 Kilometer weit fliegen können.

Nordkorea hatte bereits 2017 drei ICBM-Tests unternommen. Nach dem Test einer Hwasong-15 genannten ICBM im November jenes Jahres ließ die Führung in Pjöngjang über die Staatsmedien verkünden, das Land sei nun in der Lage, das gesamte Festland der USA mit Atomsprengköpfen anzugreifen. Ob Nordkorea damals bereits technisch dazu in der Lage war, wurde von Experten bezweifelt.