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Stoltenberg zu Ukraine-Krieg: "Unsere Sicherheit gibt es nicht umsonst"

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Von Euronews
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Wegen Ukraine-Krieg: Jens Stoltenberg bleibt länger als geplant Generalsekretär der Nato
Wegen Ukraine-Krieg: Jens Stoltenberg bleibt länger als geplant Generalsekretär der Nato   -   Copyright  Thibault Camus/AP

Er bleibt weiter an der Spitze des größten Militärbündnisses der Welt: Jens Stoltenbergs Amtszeit als Nato-Generalsekretär wurde um ein Jahr verlängert. Eigentlich sollte der Norweger im Herbst Zentralbankchef seines Landes werden, doch wegen des Kriegs in der Ukraine musste er seine Pläne ändern.

"Unsere Sicherheit gibt es nicht umsonst"

Stoltenberg soll in turbulenten Zeiten für Stabilität sorgen. Er gilt als geschickter Vermittler zwischen den teils sehr unterschiedlichen Interessen der 30 Nato-Staaten.

Euronews hat den Generalsekretär am Rande des Nato-Gipfels in Brüssel zur Rolle der Militärallianz im Ukraine-Krieg interviewt. "Unsere Sicherheit gibt es nicht umsonst", so der 63-Jährige. "Wir haben in den letzten Jahren beobachtet, dass die Spannungen immer weiter zunehmen, besonders seit 2014. Russland geht seither mit immer mehr Gewalt gegen die Ukraine vor, zuerst mit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim, dann mit der Destabilisierung der Ostukraine, des Donbas, und jetzt mit einer regelrechten Invasion in der Ukraine."

Man müsse also mehr in die Sicherheit der Nato-Staaten investieren. "Die gute Nachricht ist, dass die Verbündeten genau das tun."

Angriffe auf Zivilisten sind "Kriegsverbrechen"

Stoltenberg verurteilte das Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf, zögerte aber, ihn ausdrücklich als Kriegsverbrecher zu bezeichnen.

"Was wir gesehen haben, ist, dass Zivilisten angegriffen wurden, dass zivile Ziele attackiert wurden, zwei Schulen, Krankenhäuser... und es gab noch andere gezielte Angriffe auf zivile Infrastrukturen", so der Generalsekretär. "Das vorsätzliche Töten von Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen. Und deshalb halte ich es für äußerst wichtig, dass der Internationale Strafgerichtshof eine Untersuchung eingeleitet hat und dass so die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden sollen."

Generalsekretär Jens Stoltenberg im Gespräch mit Euronews: Schauen Sie sich das Exklusiv-Interview ab Freitagabend auf de.euronews.com in voller Länge an.