Überschattet vom russischen Angriffskrieg: Parlament in Helsinki debattiert über Nato-Beitritt

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Von Euronews  mit dpa
Parlamentarischer Gruppenführer Antti Lindtman
Parlamentarischer Gruppenführer Antti Lindtman   -   Copyright  Heikki Saukkomaa/Lehtikuva   -  

Nato-Beitritt ja oder nein - darüber hat an diesem Mittwoch eine Parlamentsdebatte begonnen. Die 200 Abgeordneten in Helsinki nahmen Diskussionen über eine sicherheitspolitische Analyse der Regierung, über Vor- und Nachteile einer Mitgliedschaft auf. Hintergrund ist die veränderte Sicherheitslage durch den Ukraine-Krieg.

Der parlamentarische Gruppenführer Antti Lindtman sagte, "festzustellen ist, dass Russlands Handlungen Finnland näher an die Militärallianz herangeführt haben."

Aber auch außerhalb des Parlaments stellen sich die Menschen diese Frage. Der 73-jährige Markthändler Hannu Liskinen meint: "Bisher fühlten wir uns relativ sicher. Doch jetzt denke ich, wir hätten der Nato bereits in den 60er Jahren beitreten sollen, weil wir die längste Grenze mit Russland haben."

Ein Thema, das auch die jüngere Generation beschäftigt. Die 24-jährige Sofia Lindblom sagt, "ich war immer gegen einen Nato-Beitritt. Doch wegen dieser Situation bin ich jetzt dafür."

In Schweden ist die Lage ähnlich, auch dort ist ein Nato-Beitritt im Gespräch. Beide Staaten sind bereits enge Partner. Zu Beginn der Parlamentsdebatte in Helsinki betonte die finnische Regierung, es sei wichtig, dass beide Staaten die gleichen Beschlüsse zur selben Zeit fassten.