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Mehrere Brennpunkte: Russland unter Erfolgsdruck vor dem 9. Mai

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Von Oleksandra Vakulina
Euronews-Journalistin Sasha Vakulina erklärt das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine.
Euronews-Journalistin Sasha Vakulina erklärt das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine.   -   Copyright  euronews   -  

Ein Blick auf das aktuelle Kriegsgeschehen mit Euronews-Journalistin Sasha Vakulina:

"Die russischen Streitkräfte haben ihre "unwirksamen" Offensivoperationen südlich von Charkiw, in Donezk und Luhansk fortgesetzt, ohne in den vergangenen 24 Stunden nennenswerte Gebietsgewinne erzielt zu haben.So lautet die jüngste Einschätzung des US-amerikanischen Institute for the Study War.

Aufschlussreiche Truppen-Bewegungen gibt es außerhalb der Ukraine an den Grenzen des Landes. Zunächst in Belarus, wo groß angelegte Militärübungen begonnen haben. Das Institute for the Study War hält es für unwahrscheinlich, dass die belarussischen Streitkräfte in den Krieg in der Ukraine eingreifen.

Sie sollen vermutlich die ukrainischen Truppen durch zusätzliche bedrohende Maßnahmen in Schach halten, um zu verhindern, dass sie in den Kampf um den Donbass eingreifen.

Auch im Süden gibt es ähnliche Anzeichen. Dort dürften russische Kräfte und ihre transnistrischen Verbündeten weiterhin Provokationen inszenieren und die ukrainische Armee mit einer möglichen Militäroperation aus Transnistrien bedrohen, um die ukrainischen Kräfte in Odessa aufzuhalten.

Stattdessen könnte die ukrainische Gegenoffensive von der Stadt Charkiw aus die russischen Streitkräfte vor die Entscheidung stellen, die Stellungen in der Nähe von Charkiw zu verstärken ODER zu riskieren, einen Großteil oder alle ihre Stellungen in Artilleriereichweite der Stadt zu verlieren.

Die ukrainischen Streitkräfte versuchen hier offenbar, russische Einheiten dazu zu bringen, sich an der Isjum-Achse umzugruppieren und sie versuchen die russischen Kommunikationslinien zu bedrohen.

Die russischen Verluste dürften weiter ansteigen und ihre operativen Pläne im südlichen Donbass durchkreuzt werden, da der Angriff auf Mariupol für Russland mit hohen Einbußen bei Truppenstärke, Ausrüstung und Munition verbunden ist.

Das britische Verteidigungsministerium sagt, die russischen Streitkräfte in Mariupol hätte ihren Bodenangriff auf das Stahlwerk Azovstal fortgesetzt, obwohl es in russischen Erklärungen hieß, sie versuchten lediglich, es abzuriegeln.

Die erneuten Bemühungen Russlands, Asovstal zu sichern und die Einnahme von Mariupol abzuschließen, stehen offensichtlich im Zusammenhang mit den bevorstehenden Gedenkfeiern zum 9. Mai, dem Tag des Sieges, und dem Wunsch Wladimir Putins nach einem symbolischen Erfolg in der Ukraine."