Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Ukraine steht im Grand-Prix-Finale

Access to the comments Kommentare
Von Julika Herzog  mit dpa, EBU, RAI
Halbfinale des ESC
Halbfinale des ESC   -   Copyright  RAI und EBU   -  

Die Ukraine steht im Finale des Eurovision Song Contest (ESC).

Ukraine wird bereits als Favorit für Gesamtsieg gehandelt

Während daheim Krieg herrscht konnte sich das Kalush Orchestra im ersten Halbfinale qualifizieren. Die Band erreichte mit ihrem Lied «Stefania» zusammen mit neun weiteren Ländern die Endrunde. Für das Grand-Prix-Finale in Turin am Samstag wird die Ukraine bereits als Favorit auf den Gesamtsieg gehandelt.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir uns qualifiziert haben», sagte Rapper Oleh Psjuk in der nächtlichen Pressekonferenz. «Wir wollen allen danken, die die Ukraine unterstützen."

Politische Note durch Ukraine-Krieg

Die Kriegsereignisse in der Ukraine haben in diesem Jahr einen starken Einfluss auf den ESC, der nach dem Sieg der italienischen Band Måneskin 2021 in Rotterdam in diesem Jahr von Italien organisiert wurde. Eigentlich soll es beim Grand-Prix hauptsächlich um Musik gehen.

Russland wurde schon im Vorfeld vom Wettbewerb ausgeschlossen. Auch Belarus ist nicht dabei. Der ESC 2022 hat so bereits vor Beginn eine stärkere politische Note bekommen als sonst.

Finale am Samstag in Turin mit 25 Nationen

Weitere Länder, die es ebenfalls ins Finale schafften, waren die Schweiz, Armenien, Island, Litauen, Portugal, Norwegen, Griechenland, Moldawien und die Niederlande.

Das zweite Halbfinale findet an diesem Donnerstag statt. Auch hier kommen wieder zehn Länder weiter, so dass am Samstag im Finale 25 von insgesamt 40 Nationen um den ESC-Gewinn singen.

Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich, bekannt als die Big Five, sind automatisch für das europäische Riesen-Event qualifiziert.

Österreich raus, Schweiz qualifiziert, Deutschland automatisch dabei

Im ersten Halbfinale traten außerdem Österreich mit dem DJ-Sängerin-Duo LUM!X feat. Pia Maria («Halo») und die Schweiz mit Marius Bear und seiner Ballade «Boys Do Cry» auf. Lediglich die Schweiz kam weiter. «Ich bin bereit für das Finale», sagte Marius Baer nach der Show. Er habe viel Hass für sein Lied zu spüren bekommen, und viel Druck habe auf seinen Schultern gelastet, sagte der 29-Jährige auf Englisch vor Journalisten.

Weit abgeschlagen in den Erwartungen der Buchmacher, aber fürs Finale gesetzt ist der deutsche Vertreter Malik Harris mit seinem Lied «Rockstars». Im Finale steht er jetzt schon, weil die Bundesrepublik zu den größten Geldgebern der Veranstaltung zählt.

Weitere Quellen • EBU, RAI