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NRW: CDU gewinnt vor SPD, "Schwarz-Gelb" verliert

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Von su  mit dpa
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Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) den Wettstreit mit Herausforderer Thomas Kutschaty von der Kanzler-Partei SPD klar für sich entschieden - zunächst. Zwar konnte die CDU am Sonntagihre Position als stärkste Kraft ausbauen und kam laut einer Hochrechnung auf 35,8 Prozent (ZDF, 21.45 Uhr).

Hendrik Wüst, Ministerpräsident und Spitzenkandidat der CDU: 

"Die Menschen haben uns ganz klar zur stärksten Kraft gemacht. Das ist ein Auftrag, eine künftige Regierung zu bilden und zu führen."

Doch kam der CDU der Koalitionspartner FDP abhanden. Die Freien Demokraten schafften mit 5,7 Prozent (ZDF, 21.45 Uhr) zwar wohl den Wiedereinzug, doch für eine Fortsetzung der schwarz-gelben Regierungskoalition reicht das nicht

Das Rennen ist noch nicht zu Ende. Kutschaty könnte doch noch zum Zuge kommen.

Thomas Kutschaty, Spitzenkandidat der SPD:

„Unser Ergebnis liegt unter  unseren Erwartungen. Wir wollten stärkste Partei werden, das ist uns nicht gelungen, uns trennen einige Prozentpunkte von der Union, tatsächlich. Aber eines steht auch fest am heutigen Abend: "Schwarz-Gelb" - unser Wahlziel Nummer eins - abzuwählen, das hat geklappt. "Schwarz-Gelb" hat hier in Nordrhein-Westfalen keine Mehrheit mehr."

Abgesehen von der eher theoretischen Möglichkeit einer Großen Koalition mit der SPD kann Wüst nur mit den Grünen weiterregieren. Die konnten mit ihrer Spitzenkandidatin Mona Neubaur ihren
Stimmenanteil fast verdreifachen und holten laut ARD-Hochrechnung 18,1 Prozent (21.46 Uhr).

Die Wahl gilt als die wichtigste des Jahres in Deutschland. Mehr als 13 Millionen Stimmberechtigte waren im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland zur Wahl aufgerufen.

In Nordrhein-Westfalen lebt mehr als ein Fünftel der deutschen Bevölkerung, Landtagswahlen dort werden deshalb gerne auch als "kleine Bundestagswahl" bezeichnet. Von der Wahl werden wichtige bundespolitische Signale erwartet.

su mit dpa