Russische Verluste, Transnistrien und Belarus: Das Wichtigste zu den Kämpfen in der Ukraine

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Von euronews
Euronews-Redakteurin Sasha Vakulina über den aktuellen Frontverlauf
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Wie ist der Frontverlauf an Tag 82 des Ukraine-Kriegs?

Das Washingtoner Institut for the Study of War sagt, Russland verfügt wahrscheinlich nicht mehr über kampfbereite Reservekräfte, so dass die Militärführung Soldaten aus verschiedenen Einheiten zusammensuchen muss.

Das britische Verteidigungsministerium schätzt, dass Russland ein Drittel seiner Kampftruppe verloren hat.

Der Gouverneur der Region Charkiw sagte, die ukrainischen Truppen hätten bei ihrem Gegenangriff die russische Grenze erreicht.

Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte ein Video, das eine Reihe von Soldaten einer Verteidigungseinheit an einem nicht näher beschriebenen Ort in der Nähe der Grenze zeigen soll.

Im Osten haben die russischen Truppen anscheinend ihr Ziel aufgegeben, die ukrainischen Einheiten von der Stadt Donezk bis nach Isjum vollständig einzukreisen und wollen stattdessen offenbar die Eroberung der Oblast Luhansk vollenden.

Der Chef der Verwaltung der Oblast Luhansk sagte, dass russische Militär habe offenbar verstanden, dass es nicht in der Lage sein wird, die komplette Region Donezk zu erobern. Es gehe aber wohl davon aus, dass es in der Lage sei, die Grenzen von Luhanks zu erreichen. Seine Einschätzung stimmt im Allgemeinen mit der des Institut for the Study of War überein.

Das russische Militär wird wahrscheinlich den Kampf um Sjewjerodonezk zur Priorität machen. Es greift das Asowstal-Stahlwerk weiterhin mit Artillerie, aus der Luft und von der See aus an, aber die Verteidiger in Mariupol halten ihre Positionen.

Gibt es Spannungen zwischen Russland und Führung in Transnistrien?

Das Institut for the Study of War bezieht sich auf das ukrainische Verteidigungsminsterium, das sagt, die Streitkräfte in Transnistrien seien zum Normalbetrieb zurückgekehrt, während russische Truppen in Alarmbereitschaft bleiben. Dies könnte daraufhin deuten, dass es zwischen der selbsterklärten transnitrischen Regierung und Russland Unstimmigkeiten gibt.

Und nun zu einem anderen Land, das an die Ukraine grenzt: Belarus. Laut britischem Verteidigungsminsterium wägt der belarussische Machthaber Lukaschenko ab, ob er Russlands Invasion weiter unterstützen soll, in dem Wunsch, direkte militärische Unterstützung zu vermeiden, weil er weder weitere westliche Sanktionen, noch ukrainische Vergeltungsmaßnahmen und Unzufriedenheit im belarussischen Militär riskieren will.