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Start zur ISS: Boeings dritter Versuch

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Von Serguei Doubine
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Die NASA braucht ein Taxi zur internationalen Raumstation, am Start ist Elon Musk mit seiner Space-X Rakete – und Konkurrent Boeing ramponiert seit 2019 seinen Ruf durch gescheiterte Versuche, mit seinem Starliner die ISS überhaupt zu erreichen. 

Das soll sich jetzt mit einem dritten, noch immer unbemannten Testflug ändern, hoffen Boeing als auch die NASA. Denn die NASA mag sich nicht auf einen Anbieter allein verlassen, nachdem man seit 2020 und Dank Elon Musk nicht mehr auf russische Sojus-Raketen angewiesen ist.

Der Start von Orbital Test Flight 2 (OFT-2) ist für 18:54 Uhr Eastern Time (2254 GMT) vom Kennedy Space Center in Florida geplant, befördert wird das Raumschiff an der Spitze einer United Launch Alliance Atlas V-Rakete.

Boeing - nachhaltig blamiert

Der erste Versuch scheiterte 2019 wegen Softwarefehlern beim Andocken an die ISS - ein Fehler führte dazu, dass zu viel Treibstoff verbrannt wurde, um das Ziel zu erreichen, und ein anderer, der das Fahrzeug beim Wiedereintritt hätte zerstören können.

Ein zweiter Versuch war für August letzten Jahres geplant, wurde aber von der Startrampe aus verschoben, um verklebende Ventile zu reparieren, die sich nicht richtig öffneten. Die Kapsel wurde schließlich zur Reparatur an Boeing zurückgeschickt.

Seit über 100 Jahren in der Luftfahrt, erhielt Boeing 2014 aus aussichtsreichster Kandidat doppelt soviel Geld wie der Newcomer Space - X zur Entwicklung eines Space-Shuttle-Nachfolgers – Festpreisverträge garantierten 4,2 Mrd. USD für Boeing und 2,6 Mrd. USD für SpaceX Projekt, das sich am Ende als schneller und zuverlässiger erwies.