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Scholz will weiter in Südafrika investieren

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Von Cornelia Trefflich  mit AFP, AP
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen mit Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa in Pretoria, 24.05.2022
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen mit Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa in Pretoria, 24.05.2022   -   Copyright  PHILL MAGAKOE/AFP or licensors   -  

Auf der letzten Station seiner Afrikareise ist der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz zu Gast in Südafrika. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa in der Hauptstadt Pretoria kündigte Scholz weitere Investitionen in das Land an. Diese sollten zukünftig leichter zu tätigen sein. 

Deutschland wolle seine Zusammenarbeit in den Bereichen der klimaneutralen Industrie, der Pandemie­bekämpfung sowie in der Ausbildung junger Menschen fortsetzen. 

Südafrikas Präsident Cyril Ramphosa unterstrich die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Deutschland:

"Südafrika misst den Beziehungen zu Deutschland größte Bedeutung bei, denn es ist unser zweitgrößter Handelspartner, aber auch ein wichtiger Investor in unsere Wirtschaft, ein bedeutender Markt für den Tourismus und ein geschätzter Partner in der Entwicklungszusammenarbeit."

Ramaphosa dankte für die deutsche Unterstützung beim Aufbau einer eigenen Produktionsstätte von Impfstoffen, warnte aber auch:

"Die Bemühungen haben einen Rückschlag erlitten. Nachdem wir vergangenes Jahr in Südafrika die Impfstoffproduktion aufgenommen haben, stellen wir nun fest, dass es für in Afrika hergestellte Vakzine keine Käufer gibt. Das gibt Anlass zu großer Sorge."

Im Hinblick auf den Ukraine-Krieg versprach Scholz Solidarität bei der Bewältigung der weltweiten Auswirkungen des Konflikts. Deutschland sei sich der "schwerwiegenden Folgen" des Krieges für Afrika "sehr bewusst":

"Deutschland steht in diesem Jahr den G7 vor, und in dieser Funktion haben wir bereits konkrete Vorschläge erarbeitet, um die globalen Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Energiepreise, die globale Wirtschaft und die Ernährungssicherheit in der Welt abzumildern."

Scholz zeigte sich erfreut, dass Ramaphosa die Einladung zum G7‑Treffen im bayerischen Schloss Elmau im Juni angenommen habe. 

Er betonte Südafrikas "unschätzbare Rolle" für die politische und wirtschaftliche Stabilität Südafrikas auf dem Kontinent."

Anschließend war ein Besuch bei Südafrikas zweitgrößtem Industrieunternehmen Sasol vorgesehen. Das mulitnationale Konzern wurde bereits 1950 zur Herstellung von Kraftstoffen aus Vergasungstechnologien gegründet. Heute ist die Firma Teil einer deutsch-südafrikanischen Forschungskooperation, das sich der Entwicklung klimaneutralen Treibstoffs verschrieben hat. 

Scholz hat auf seiner 3 tägigen Afrika-Reise bereits bereits Senegal und den Niger besucht.