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Ein Instagram-Post genügt: Kreml fahndet nach Erfolgsautor Glukhovsky

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Von Euronews
Glukhovskys während des Interviews mit Euronews (screenshot)
Glukhovskys während des Interviews mit Euronews (screenshot)   -   Copyright  Euronews   -  

Der russische Schriftsteller und Journalist Dmitry Glukhovsky will sich von Moskau nicht zum Schweigen bringen lassen. Das sagte der 42-jährige Moskauer im Euronews-Interview, nachdem ihn russische Behörden auf eine Fahndungsliste gesetzt haben.

Zuvor hatte sich Glukhovsky in einem Artikel gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgesprochen. Gegenüber Euronews wiederholte er seine Kritik am Kreml und forderte den Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine: 

"Der Artikel, der mir vorgeworfen wird und für den ich gesucht werde, wird als Artikel zur Diskreditierung der russischen Armee bezeichnet. Aber in Wirklichkeit ist es ein Artikel über die militärische Zensur und die politische Verfolgung der Pazifisten in Russland. 

Jede Meinung, die von den Informationen und Positionen der russischen Propaganda abweicht, wird für illegal erklärt, und denjenigen, die es wagen, sie zu äußern, drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis. Der Instagram-Post, für den ich der Diskreditierung der Armee beschuldigt werde, lautet wie folgt: "Nein zum Krieg in der Ukraine. Gebt zu, dass dies ein echter Krieg gegen das gesamte ukrainische Volk ist, und beendet ihn.

Unabhängig davon, was mir vorgeworfen wird, bin ich bereit, diese Worte vollständig zu wiederholen: "Ich fordere die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten in der Ukraine und den Abzug der russischen Truppen aus dem Land."

Meinungsäußerungen abseits der Regierungslinie werden in Russland drastisch verfolgt. Seit Beginn des Überfalls auf die Ukraine darf zum Beispiel nicht von Krieg, sondern ausschließlich von einer militärischen Sonderoperation gesprochen werden. Dmitry Glukhovsky hält sich derzeit an einem unbekannten Ort in Europa auf.