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Großbritannien: Es fährt kein Zug nach Irgendwo

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Von Frank Weinert
Großbritanniens Eisenbahner streiken
Großbritanniens Eisenbahner streiken   -   Copyright  Peter Byrne/PA   -  

Wer heute in Großbritannien mit dem Zug fahren will, landet ganz schnell auf dem Abstellgleis. Im Vereinigten Königreich streiken die Eisenbahner. Es ist die größte Arbeitsniederlegung in der Branche seit mehr als 30 Jahren.

Tausende von Mitarbeitern von Network Rail und 13 Bahnbetreibern legten ab Mitternacht die Arbeit nieder. Letzte Gespräche zur Vermeidung von Streiks sind gescheitert.

Fast alle Signale stehen an drei Tagen auf Rot – auch am Donnerstag und am Samstag. Nur einer von fünf Zügen wird fahren.

Grund für den Ausstand der Eisenbahner ist ein Streit über Löhne, Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft RMT fordert eine Lohnerhöhung von mindestens sieben Prozent, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die Arbeitgeber haben maximal drei Prozent angeboten - unter der Bedingung, dass die Beschäftigten auch Arbeitsplatzabbau und Änderungen der Arbeitsbedingungen akzeptieren.

Die Regierung erklärte, zu hohe Lohnforderungen erschwerten die Eindämmung der steigenden Inflation.

Die RMT und die Gewerkschaft „Unite“ bleiben am Zug. Sie wollen auch die Londoner U-Bahn für 24 Stunden bestreiken. Die Hauptstadt ohne die „tube“ – das Chaos für die Pendelnden ist vorprogrammiert.