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Stadt der Zukunft Abu Dhabi: immersive und interaktive Kunst

Von Rebecca McLaughlin-Eastham
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Stadt der Zukunft Abu Dhabi: immersive und interaktive Kunst
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Nur sieben Minuten vom Zentrum Abu Dhabis entfernt liegt die 27 Quadratkilometer große Insel Saadiyat Island, die sich in den vergangenen Jahren zu einem Freizeit-, Wohn-, Geschäfts- und Kulturzentrum von Weltklasse entwickelt hat.

Die neueste Erweiterung des Saadiyat Kulturzentrums in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein immersiver, multisensorischer Veranstaltungsort namens teamLab Phenomena Abu Dhabi. Der experimentelle, interaktive 17.000 Quadratmeter große Raum wurde in Zusammenarbeit mit dem japanischen Kunstkollektiv teamLab entwickelt und soll 2024 fertiggestellt werden.

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Im Pop-up-Studio bekommt man einen Einblick in das "teamLab Phenomena Abu Dhabi"-Projekteuronews

Kunst in großem Maßstab

Abu Dhabis Kultur- und Tourismus-Verwaltung (DCT) hat sich mit dem japanischen Kunstkollektiv teamLab zusammengetan, um ein einzigartiges, interaktives Erlebnis zu entwickeln. Es gibt einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate

Unter dem Titel "The world's new home for infinite curiosity" (Das neue Zuhause der Welt für grenzenlose Neugier) treffen Technologie, Wissenschaft, Kunst und Natur aufeinander. Im Pop-up-Studio bekommt man einen Einblick in das "teamLab Phenomena Abu Dhabi"-Projekt und kann einige der Kunstwerke erleben. 

"Wer diesen Veranstaltungsort in Abu Dhabi besucht, wird schnell von der Neuartigkeit gepackt, nicht zuletzt, weil es keine Pläne gibt. Es liegt am Besucher, seinen Weg durch den kreativen Raum zu finden", weiß euronews-Reporterin Rebecca McLaughlin-Eastham. _"Distanz zum Kunstwerk ist nicht erwünscht, Anfassen erlaubt!_Und, was vielleicht am meisten überrascht, dieses Kunstwerk riecht so gut, wie es aussieht."

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Kunst in Abu Dhabieuronews

Vor Ort arbeiten teamLabs-Mitarbeiter aus Japan an der sinnlichen Erfahrung. Die 2001 gegründete Gruppe von internationalen Künstlern, Ingenieuren und Architekten erforscht die Beziehung zwischen dem "Selbst" und der "Welt" durch neue Wahrnehmungen der Kunst. Teamlab-Gründer Toshiyuki Inoko erklärt: "Uns interessiert, wie die Umgebung Phenomena Leben einhaucht und wie Phenomena dem Kunstwerk Leben einhaucht. Uns interessiert, wie man das Bewusstsein der Menschen für den Planeten erweitern kann. In Abu Dhabi, einer der 'Zukunftsstädte' der Welt, können wir die Wahrnehmung der Menschen für die Zukunft weiter ausbauen. Es ist mir eine große Ehre, eine solche Herausforderung annehmen zu dürfen." 

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Teamlab-Gründer Toshiyuki Inokoeuronews

Kreative Strategie für die Zukunft

Für die Zukunftsstadt Abu Dhabi ist die Insel Saadiyat das kulturelle Zentrum. In den vergangenen fünf Jahren hat die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate eine kreative Strategie entwickelt, die zu Vorzeigeprojekten wie dem Saadiyat Kulturzentrum geführt hat. Dort kann man bereits den Louvre Abu Dhabi erkunden, bald das Zayed National Museum, das Naturhistorische Museum sowie das Haus der Abrahamitischen Familie.

"'Phenomena' ist ein philosophischer Ort, an dem man zu einem kritischen intellektuellen Denker werden soll", findet Mohamed Khalifa Al Mubarak, DCT-Vorsitzender. "Die Konzepte der Entdeckung, der Vorstellungskraft und der Neugier, die für uns die Bausteine für ein florierendes menschliches Dasein sind, sind das, worum es im Phenomena geht. Es drängt Sie dazu, alles aufzunehmen, was Sie gesehen haben, Ihre Vorstellungskraft und Neugier zu feiern und dann die Welt um einen herum zu entdecken."

"'Unmöglich' ist nur ein Konzept. Alles ist möglich, wenn man dafür arbeitet - oder wenn man davon träumt. Und wir haben keine Angst vor Träumen. Im Gegenteil, wir fordern Sie auf, zu träumen. Wir werden den zukünftigen Generationen sagen, dass sie träumen sollen. Seid neugierig. Wir wollen, dass ihr forscht. Es gibt keine Barrieren. Das ist es, was wir hier in diesem Kulturbezirk zu schaffen versuchen."
Mohamed Khalifa Al Mubarak
Vorsitzender von Abu Dhabis Kultur- und Tourismus-Verwaltung

Die Besucher von Phenomena sollen dort philosophieren und sich inspirieren lassen. Aber was erhofft man sich von der emiratischen Jugend von heute und morgen? Was möchten man ihnen mit auf den Weg geben?

Auf diese Fragen antwortet Mohamed Khalifa Al Mubarak:  "Unsere Herrscherfamilie hat immer gesagt, dass 'unmöglich' nur ein Konzept ist. Alles ist möglich, wenn man dafür arbeitet - oder wenn man davon träumt. Und wir haben keine Angst vor Träumen. Im Gegenteil, wir fordern Sie auf, zu träumen. Wir werden den zukünftigen Generationen sagen, dass sie träumen sollen. Seid neugierig. Wir wollen, dass ihr forscht. Es gibt keine Barrieren. Das ist es, was wir hier in diesem Kulturbezirk zu schaffen versuchen. All diese fantastischen Museen sind Bildungseinrichtungen. Sie werden dazu beitragen, die Bausteine für eine blühende, zukunftsorientierte Gesellschaft zu schaffen."

Der DCT-Vorsitzende kennt die endgültigen Pläne für das 17.000 Quadratmeter große Gelände in Abu Dhabi. Sein Lieblingsraum wäre: "Es gibt einen Raum, den wir den 'Unendlichen Wald' nennen. Das ist für mich etwas sehr Besonderes. Natürlich stelle ich mir das vor, denn im Moment gibt es nur schöne Pläne oder Zeichnungen. Ich stelle mir vor, dass ich in der Mitte dieser massiven, fast wie Baumstämme aussehenden Stämme stehe, die einen meterhoch tragen. Und dann erwachen sie zum Leben. Sie werden durch Berührung lebendig. Sie erwachen durch Bewegung zum Leben. Ich glaube, dass allein der Aufenthalt in diesem Raum so viele Menschen inspirieren wird."

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Kunst, die Wellen schlägt, in Abu Dhabieuronews

Davon können sich Besucher bald selbst überzeugen, denn es dauert nicht mehr lange, bis die multisensorischen künstlerischen Ambitionen der Hauptstadt virtuelle Realität werden.