Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

"Der Krieg ist keine Ausrede": John Kerrys eindrückliche Botschaft in Lissabon

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit dpa
Der US-Klimabeauftragte John Kerry (links) und der Staatspräsident Portugals, Marcelo Rebelo de Sousa
Der US-Klimabeauftragte John Kerry (links) und der Staatspräsident Portugals, Marcelo Rebelo de Sousa   -   Copyright  AP Photo/Armando França

"Leben stehen auf dem Spiel – durch Krieg und Klimawandel". Auf der Ozean-Konferenz in Lissabon forderte der ehemalige US-Außenminister John Kerry ehrgeizige Ziele und konkrete Maßnahmen, um die zunehmend bedrohten Weltmeere zu schützen. Und: Der in die portugiesische Hauptstadt gereiste US-Klimabeauftragter richtete eine Botschaft an die Staats- und Regierungschefs in der ganzen Welt:

"Das Vorgehen Russlands in der Ukraine ist zwar verwerflich. Doch wir dürfen diesen Krieg nicht als Ausrede gelten lassen, für die Arbeit, die wir weiterhin leisten müssen. Die Umwelt und das Klima hören nicht plötzlich auf wegen einer Invasion."

Auch die anderen Teilnehmer, wie der norwegische Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide teilen diese Auffassung. "Die Hohe See ist durch Überfischung, Klimawandel und Verschmutzung zunehmend bedroht. Deshalb bedarf es eines schnellen und wirksamen Abkommens zur Kontrolle der Hohen See, das auf Forschung und Wissenschaft basiert."

Armando Franca/AP Photo
Der norwegische Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide (Mitte) mit dem kapverdischen Seeminister Abraao Vicente (links) auf einer Sitzung der OzeankonferenzArmando Franca/AP Photo

An diesem zweiten Tag der von den Vereinten Nationen organisierten Ozeankonferenz wurde über nachhaltige Wirtschaft sowie die Erhaltung der Meeres-Ökosysteme diskutiert. Allen ist bewusst, dass es sehr schwierig ist, ein globales Abkommen zu erreichen. Die Vertreter der verschiedenen Länder, die hier auf der Ozeankonferenz anwesend sind, fordern die Regierungen auf, dringend Maßnahmen zum Schutz der Weltmeere zu ergreifen.

Knapp 30 Staats- und Regierungschefs, weitere Politiker sowie Wissenschaftler, Aktivisten und Vertreter von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen diskutieren noch bis Freitag darüber, wie die Ressourcen der von Vermüllung, Überfischung, Klimawandel und Versauerung geplagten Ozeane besser geschützt und möglichst nachhaltig genutzt werden können.