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Karlsbader Filmfestival: wie können Filme der Ukraine helfen?

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Von Katharina Sturm
Karlsbader Filmfestival
Karlsbader Filmfestival   -   Copyright  Screenshot Euronews   -  

Das 56. Karlovy Vary Internationale Filmfestival in Karlsbad reflektiert dieses Jahr den Krieg in der Ukraine. Das Internationale Filmfestival ist das größte Filmfestival in der Tschechischen Republik und das renommierteste Festival dieser Art in Mittel- und Osteuropa. Jedes Jahr werden dort rund 200 Filme aus aller Welt präsentiert. Es ist regelmäßig Gastgeber für berühmte und bedeutende Filmemacher.

Blue Check Ukraine - Hilfe vor Ort

Der amerikanische Schauspieler und Filmregisseur mit ukrainischen Wurzeln Liev Schreiber sprach vor Ort über sein Wohltätigkeitsprojekt Blue Check Ukraine, das den Kriegsflüchtlingen direkt helfen soll. BlueCheck Ukraine identifiziert und prüft ukrainische NGOs und Hilfsinitiativen, die an der Front des russischen Krieges gegen die Ukraine lebensrettende und andere kritische humanitäre Arbeit leisten, und leitet die dringend benötigte finanzielle Unterstützung an sie weiter. Sie haben die Nähe, die Ortskenntnis und den Zugang, um denjenigen zu helfen, die sie dringend benötigen.

Der Mitgründer des Wohltätigkeitsprojekts, Liev Schreiber, erklärt, dass die motiviertesten und effektivsten Menschen vor Ort Ukrainer sind. Er macht darauf aufmerksam, dass man lieber die Menschen direkt vor Ort unterstützen sollte, anstatt Geld an große internationale Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Das sei die Idee von Blue Check Ukraine.

Internationales Filmfestival von Odessa

Das traditionelle Internationale Filmfestival von Odessa, das ukrainische Filme für den Verkauf im In- und Ausland anbietet, kann dieses Jahr wegen des Krieges nicht stattfinden. Das Filmfestival von Odessa wurde 2010 gegründet, um das ukrainische Publikum für das intellektuelle Kino von hoher Qualität zu begeistern und die Entwicklung der ukrainischen Filmindustrie vor Ort und auf internationaler Ebene zu unterstützen.

Das Festival in Karlsbad versucht seinem ukrainischen Kollegen zu helfen, indem es ein Informationsforum "Stand With Ukraine" sowie die Sondervorführung "Work in Progress" organisiert, bei der acht unfertige ukrainische Filme gezeigt werden.
Ziel sei es, zu versuchen diese Projekte zumindest bis zu Ziellinie zu unterstützen, damit sie fertiggestellt werden können, erklärt Hugo Rosak, Leiter der Industrie-Abteilung. "Denn aktuell gehen alle anderen Erlöse in den Krieg und die Filme stecken fest", so Rosak.

Die ukrainischen Filme sollen so in den internationalen Vertrieb gelangen. Denn das gibt ihnen die Chance verkauft zu werden. Nur so kann der ukrainsichen Filmindustrie mometan geholfen werden.

Das bestätigt auch Anna Machukh, die Leiterin des Odess Film Festivals. "Solche Veranstaltungen helfen unseren Filmemachern, Wege zu finden, ihre Filme fertigzustellen. Aber vor allem brauchen wir Hilfe, um diesen Krieg zu gewinnen. Denn aktuell können wir die Filme in der Ukraine leider nicht auf die richtige Art und Weise drehen."

Die Organisatoren des Filmfestivals von Odessa glauben an den Sieg der Ukraine und planen, ihr Festival im Juli nächsten Jahres wieder zu veranstalten.