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Litauens Tourismusbranche wehrt sich: "Wir sind nicht der gefährlichste Ort der Welt"

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Von Euronews
Litauen
Litauen   -   Copyright  Michal Dyjuk/The Associated Press   -  

Litauen macht sich große Sorgen um seine Tourismusbranche. Gerade begann sie sich etwas von der Coronapandemie zu erholen, da kam der Krieg in der Ukraine und die Zeitung Politico nannte den Suwalki-Korridor zwischen Belarus und Kaliningrad, also die Grenze zwischen Litauen und Polen den "gefährlichsten Ort der Welt". 

Zigmantas Dargevičius vom Hotel- und Gaststättenverband ärgert sich darüber: "Wer will da schon hin, an den gefährlichsten Ort der Welt. Nicht, dass wir hier diese Meinung teilen. Aber seit dem Erscheinen dieses Artikels haben schon zehn Reisegruppen aus Deutschland abgesagt, und wie es mit den Japanern und Südkoreanern aussieht, darüber will ich gar nicht reden, zum Heulen ist das."

Hatten Sie Angst, hierher zu reisen? Finden Sie es gefährlich?

Ein Schweizer meint: "Nein, ich habe nicht über eine mögliche Gefahr nachgedacht."

Und eine Belgierin sagt: "Ja, mir war das durchaus bewusst. Aber ich wollte trotzdem sehen, wie es hier ist, und wie die Menschen, die hier leben, die Situation einschätzen. Es ist interessant, ausgerechnet jetzt Litauen zu besuchen. Hier denken die Menschen anders als sagen wir, zuhause in Belgien."

Das litauische Parlament plant, die Corona-Steuerermäßigung für Hotels und Restaurants zu verlängern (und zwar nur 9 % Mehrwertsteuer statt vor Covid 21 %) und will auch eine Werbekampagne organisieren, um zu erklären, dass Litauen sicher ist.