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Es brennt auf Lesbos: Rauch vom Weltall aus zu sehen

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Von Euronews  mit dpa
Lesbos
Lesbos   -   Copyright  Photo : Giannis Spyrounis (Giannis Spyrounis/ilialive.gr via AP)

Die gewaltigen Brände auf der Insel Lesbos und im Dadia-Nationalpark im Nordosten Griechenlands haben auch am Sonntag unkontrolliert gewütet. Auf Lesbos wurden die Bewohner des Dorfes Vrisa auf der Südseite der Insel dazu aufgerufen, die Ortschaft zu verlassen. Häuser und Autos fielen den Flammen zum Opfer.

Christos Stylianides, der Minister für Katastrophenschutz: "Wir werden versuchen, das Feuer an seiner südwestlichen Front zu bekämpfen und wir wollen versuchen, Brandschneisen zu schaffen."

Auf Lesbos war die Rauchentwicklung so stark, dass sie vom Weltall aus zu sehen war. Das teilte das europäische Erdbeobachtungssystem Copernicus auf Twitter mit und postete ein entsprechendes Satellitenbild. 

In Spanien bereitete am Sonntag ein Feuer auf der Kanaren-Insel Teneriffa Sorgen. Die Flammen haben bereits mehr als 2150 Hektar zerstört. 585 Bewohner von La Guancha und vier weiteren Gemeinden im Norden mussten in Sicherheit gebracht werden.

2022 ist für Spanien bereits jetzt das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen.

Auch im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer erstrecke sich auf einer Fläche von rund sieben Hektar unweit des bei Touristen beliebten Prebischtors, teilte die Nationalparkverwaltung mit.

Zahlreiche Feuerwehrleute bekämpften die Flammen, auch ein Polizeihubschrauber und ein Löschflugzeug waren im Einsatz. Der Nationalpark Böhmische Schweiz grenzt unmittelbar an die Sächsische Schweiz auf deutscher Seite.

Erschwert wurden die Löscharbeiten durch das schwer zugängliche Gelände. Die Rauchwolke war noch aus großer Entfernung zu sehen. Die genaue Ursache steht noch nicht fest - es wird aber vermutet, dass menschliche Fahrlässigkeit zu dem Brand geführt haben könnte.