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Rembrandts "Christus am Kreuz": Das Wunder von Mas-d'Agenais

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Von euronews
"Christus am Kreuz": Ein echter Rembrandt in einer französischen Dorfkirche
"Christus am Kreuz": Ein echter Rembrandt in einer französischen Dorfkirche   -   Copyright  NLNOS

Le Mas d'Agenais ist eine kleine Gemeinde etwa 100 Kilometer südöstlich von Bordeaux, deren Name wohl kaum überregional Schlagzeilen machen würde, wäre nicht die Kirche des Dorfes, in der ein wahrer Schatz zu sehen ist: Ein fast 400 Jahre alter echter Rembrandt. 

Der "Christus am Kreuz" hat einen langen Weg hinter sich, erklärt der städtische Abgeordnete Arnaud Petit: "Ein Offizier der Armee Napoleons hat das Bild 1804 in Dünkirchen gekauft. Ein Jahr später hat der Kirchengemeinde von Mas d'Agenais gespendet, dem Ort, aus dem er kam."

Fast 200 Jahre lang war das Gemälde kaum geschützt

Über 150 Jahre wusste die Gemeinde nicht, welches Juwel in ihrer Kirche hing. Erst 1959 entdeckte man bei einer Restaurierung Rembrandts Initialen und das Entstehungsjahr 1631 auf dem Ölgemälde. Fast 200 Jahre lang konnte es kaum geschützt bestaunt werden. Seit 2002 wurde laut Gemeinde eine Glasvitrine angebracht. 2016 wurde es nach Bordeaux überstellt. 

Seit Mai ist es wieder in Mas d'Agenais zu sehen, mit einer Sicherung, die auf dem neuesten Stand ist. Petit: "Das Bild befindet sich in einem Tresor mit Panzerglas. Es gibt Überwachungskameras und eine Alarmanlage und die Temperatur und Feuchtigkeit werden auch überwacht."

Der Wert des Rembrandts in Mas d'Agenais wurde auf 90 Millionen Euro geschätzt - der "Christus am Kreuz" sei jedoch von unschätzbarem Wert und solle auf gar keinen Fall verkauft werden, so die Stadt.

Einem Kurator des Amsterdamer Rembrandthuis zufolge ist es das einzige Werk des Niederländers, das nicht in einem Museum hängt oder im Privatbesitz ist.