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Immer neue Brände am Atlantik: EU-Länder schicken Hilfe

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Von EUronews  mit AFP/DPA
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Flammeninferno in der Gironde ungebrochen
Flammeninferno in der Gironde ungebrochen   -   Copyright  SDIS 33 via AP

Das Waldbrandinferno in Frankreich will nicht abflauen. Von Dürre und gnadenloser Hitze angefacht haben neue Feuer im Departement Gironde südlich von Bordeaux innerhalb von 24 Stunden fast 7.000 Hektar Pinienwald zerstört. Kaum gelöscht, brechen alte Glutnester wieder aus und greifen auf bislang verschonte Waldflächen über.

"Vermutlich hat sich das Feuer unterirdisch ausgebreitet und ist dann in den noch grünen Bereichen wieder ausgebrochen", erklärt ein französicher Feuerwehrmann. Wegen der trockenen Vegetation und der extrem niedrigen Luftfeuchtigkeit könnten die Brände so schnell wieder ausbrechen und die Bäume neu entzünden.

Es sei wie in Kalifornien, sagt ein junger Feuerwehrmann, der in diesem Sommer seine ersten großen Einsätze an der Feuerfront erlebt. Auch hart gesottenen und erfahrenen Feuerwehrleuten treten angesichts des Wiederaufflammens Tränen der Verzweiflung in die Augen. Etwas Ähnliches haben die meisten von ihnen noch nicht erlebt.

Die französische Premierministerin Elizabeth Borne kündigte beim Besuch der betroffenen Gebiete europäische Unterstützung bei der Bekämpfung der Waldbrände an. "Die europäische Solidarität kommt uns zugute. Als der Präsident Macron im Juli hier war, hatten wir zwei Löschhubschrauber, heute haben wir neun und am Ende der Woche werden es elf sein. Ich kann Ihnen also versichern, dass wir noch nie so viele Luftstreitkräfte zur Brandbekämpfung mobilisiert haben."

Fünf EU-Staaten haben Hilfe angekündigt. Man sitze im selben Boot, so die Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel Miriam García Ferrer. "Die Europäische Kommission hat vier Flugzeuge ihrer in Griechenland und Schweden stationierten Rettungsflotte entsandt. Darüber hinaus sind Feuerwehrteams aus Deutschland, Polen, Österreich und Rumänien unterwegs, um die französischen Einsatzkräfte im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus zu unterstützen".

Rund 10.000 Menschen im Südwesten Frankreichs mussten ihre Häuser verlassen - für viele ist es bereits das zweite Mal in diesem mörderischen Sommer. Tausende Feuerwehrleute sind unermüdlich im Einsatz und hoffen auf Regen - oder ein Wunder.