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Offenbar viele pro-russische Wagner-Söldner in Hauptquartier in Popasna getötet: Chef vor Ort?

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Von Euronews  mit Odessa Journal
Ukrainische Soldaten in der Region Donezk
Ukrainische Soldaten in der Region Donezk   -   Copyright  David Goldman/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Bei einem Angriff der Armee der Ukraine auf das mutmaßliche Hauptquartier der pro-russischen Wagner-Truppe bei Popasna sind zahlreiche Söldner getötet worden. Das berichtet der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hadai in den sozialen Medien. Wie viele Paramilitärs - die zuvor schon für Russland in Syrien und in Afrika im Einsatz waren - getötet wurden, stand zunächst nicht fest.

"Die Streitkräfte der Ukraine haben erneut erfolgreich das Hauptquartier des Feindes angegriffen. Diesmal in Popasna, wo ein Stützpunkt der privaten Militär-Truppe Wagner zerstört wurde. Die Zahl der Getöteten wird derzeit geklärt. Gleichzeitig setzen die Russen an der Frontlinie aktiv Kampfflugzeuge ein - in drei bewohnten Gebieten wurden Luftangriffe verzeichnet", schrieb Haidai.

Laut Radio Liberty auf Russisch könnte ein Kriegsreporter den entscheidenden Hinweis gegeben haben. 

Am 8. August war der russische Militärkorrespondent Sergej Sereda in Popasna. Er schrieb auf Telegram: "Ich bin in Popasna angekommen und habe das Hauptquartier von Wagner PMC besucht. Sie empfingen mich wie eine Familie und erzählten einige lustige Geschichten."

PMC steht für "Private Military Company".

Schon Ende Juni gab es Meldungen über die Zerstörung eines Quartier der Wagner-Einheit in der Region Luhansk. Die pro-russischen Söldner sind nicht erst seit Russlands Angriffskrieg in der Ukraine, sondern waren verschiedenen Quellen zufolge seit 2014 im Donbas im Einsatz.

Auch die BBC berichtet über den neuen Angriff.

Zuvor hatten auch Pro-Kreml-Seiten im Netzwerk Telegram den Schlag gegen die Wagner-Einheit in Popasna gemeldet. Einigen Quellen zufolge sollen die ukrainischen Truppen die Wagner-Einheit mit US-amerikanischen Mehrfachraketenwerfern vom Typ HIMARS attackiert haben.

Laut Odessa Journal könnte sogar der mutmaßliche Unternehmer hinter dem privaten russischen Sicherheits- und Militärunternehmen (kurz PMC) Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin vor Ort gewesen sein. Diese Information ist aber nicht bestätigt.

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Jewgeni Prigoschin gilt als Putin nahestehend - ARCHIVSergei Ilnitsky/Copyright 2011 The Associated Press. All rights reserved

Der Oligarch Prigoschin betreibt auch ein Gastronomie-Unternehmen und wird deshalb scherzhaft als "Putins Koch" bezeichnet.