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Stickstoffstreit in den Niederlanden zwischen Bauern und Regierung geht weiter

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Von Euronews
Bauernprotest
Bauernprotest   -   Copyright  Peter Dejong/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved   -  

In den Niederlanden geht der Streit zwischen Landwirten und der Regierung Rutte um die geplante neue Stickstoffpolitik weiter.

Hinzu kommen widersprüchliche Aussagen von Regierungsmitgliedern. So sagte Aussenminister Wopke Hoekstra in einem Interview, die Zahl 2030 sei "nicht heilig", die Regierung müsse sich die Bauern wieder zu Verbündeten machen.

Das Ziel einer Stickstoffreduktion um 50 Prozent bis zum Jahr 2030 sei also nicht in Stein gemeißelt, die Bauern müssten schließlich auch leben können.

"Wir müssen von vorne anfangen", so Hoekstra. Dass die Natur geschützt werden müsse, sei nicht verhandelbar. Die Probleme sollten nicht auf die nächste Generation abgeladen werden.

Das Interview ließ auch Ministerpräsident Mark Rutte aufhorchen: "Dieses Interview hat mich sehr überrascht."

Die Ministerin für Natur und Stickstoff, Christianne Van der Wal, war nicht nur überrascht, sondern verärgert: “Wir haben das anders ausgemacht, die Ziele für 2030. Und das ist meine Aufgabe, sie umzusetzen und ich werde sie umsetzen. Die Koalition hat dem zugestimmt."

Der hohe Nitratwert liegt vor allem an der intensiven Viehzucht in den Niederlanden, die für etwa 70 Prozent der vom Menschen verursachten Einträge von Stickstoffverbindungen verantwortlich ist.

Auch bei den Gesprächen zwischen den Bauern und der Regierung Anfang August konnten die verhärteten Fronten nicht aufgelöst werden. Nun drohen in den Niederlanden erneut Bauernproteste.