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Lufthansa-Piloten wollen bald streiken - Zeitpunkt offen

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Von Euronews  mit dpa
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-Symbolbild-   -   Copyright  Matthias Schrader/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved   -  

Der Konflikt mit den Lufthansa-Piloten schwelt weiter und könnte jetzt in einem Streik eskalieren. Nach erneut gescheiterten Verhandlungen seien jetzt jederzeit Streiks möglich, droht die Gewerkschaft Ccockpit.

Ein weiterer Versuch, die angedrohten Pilotenstreiks noch zu verhindern, ist am Donnerstag gescheitet. Die Tarifkommission der Vereinigung Cockpit lehnte ein nachgebessertes Angebot des Unternehmens ab, wie ein Sprecher berichtete. Es gehe zwar in die richtige Richtung, sei aber bei weitem noch nicht ausreichend. 

Nun seien nach dem entsprechenden Vorstandsbeschluss jederzeit Streiks möglich. Konkrete Termine, Streikorte oder Unternehmen wurden aber nicht genannt. In Frage kommen die Lufthansa-Kerngesellschaft in Frankfurt und München sowie die Frachttochter Lufthansa Cargo.

Offizieller Anlass für den möglichen Arbeitskampf sind die nach sechs Runden festgefahrenen Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag. Auch eine nachfolgende Sondierungsrunde hinter verschlossenen Türen hatte bis Ende vergangener Woche kein Ergebnis gebracht. Die VC verlangt nach eigenen Angaben unter anderem Gehaltssteigerungen von 5,5 Prozent im laufenden Jahr und einen automatisierten Inflationsausgleich ab dem kommenden Jahr. Sie hatte den vorherigen Tarifvertrag zum 30. Juni gekündigt.

Zudem schwelt ein Konflikt um die künftige Konzernstrategie. Die VC hatte sich in der Vergangenheit die exakte Zahl von 325 Flugzeugen garantieren lassen, die ausschließlich von den rund 5000 Kapitänen und Ersten Offizieren geflogen werden durften, die dem Konzerntarifvertrag unterlagen, um den es auch jetzt wieder geht. 

Die Lufthansa hatte unter dem Eindruck der Corona-Krise die entsprechende Zusatzvereinbarung aufgekündigt und begonnen, unter dem Kranich-Logo einen neuen Flugbetrieb (AOC) mit niedrigeren Tarifbedingungen aufzubauen. Die neue Airline mit der internen Bezeichnung "Cityline 2" soll im Europa-Verkehr zahlreiche Flüge der bisherigen Kerngesellschaft übernehmen.