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Malos dias, Argentina: Vizepräsidentin "eingezäunt" - das Volk geht auf die Straße

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Von Frank Weinert
Proteste in Argentinien
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In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner und der Polizei gekommen.

Gefolgsleute der linken Politikerin stießen Straßensperren um. Die Beamten setzten daraufhin Wasserwerfer und Tränengas ein. Hintergrund ist die Entscheidung der Stadtverwaltung, das Haus der argentinischen Vizepräsidentin einzuzäunen. Cristina Fernández de Kirchner wird der Korruption beschuldigt. Von einem Balkon aus bedankte sich die ehemalige Präsidentin für die Unterstützung: "Es ist unglaublich, wie zynisch und pervers es ist: Sie wollen in Wahrheit den Peronismus auslöschen."

Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft und eine lebenslange Sperre für öffentliche Ämter gefordert. Gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann und Ex-Präsident Néstor Kirchner soll sie einem befreundeten Bauunternehmer ohne Ausschreibungen eine ganze Reihe von öffentlichen Aufträgen beschafft haben. Ein Teil der überhöhten Baukosten sei an das Ehepaar Kirchner zurückgeflossen.

Präsident Alberto Fernández kritisierte den Einsatz: Er verurteile die Gewalt, die gegen Bürger, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzten, ausgeübt worden sei.