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Krieg in der Ukraine Tag 187: IAEA-Inspektoren treffen Selenskyj

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Von euronews
IAEA-Inspektoren in Ukraine eingetroffen
IAEA-Inspektoren in Ukraine eingetroffen   -   Copyright  AFP PHOTO / DEAN CALMA / IAEA   -  

Der ukrainische Präsident hat das Inspektorenteam der IAEO, das die Sicherheit des AKW Saporischschja überprüfen wird, in Kiew empfangen und ihm Sicherheit garantiert. Wir wollen, dass es sein Bestes tut, um Bedrohungen von globaler Dimension zu vermeiden, sagte er und fügte hinzu: "Wir vertrauen Ihren Experten, wir möchten nicht nur Kontrollen, denn Kontrollen sind etwas Taktisches, sondern es gibt auch strategische Entscheidungen: das Atomkraftwerk befindet sich auf ukrainischem Gebiet und ist ukrainisches Eigentum".

Es ist eine komplizierte Mission mitten in einem Kriegsgebiet. Zum Ende dieser Woche werden sie in Saporischschja erwartet. Die Mission ist das Ergebnis monatelanger mühsamer Verhandlungen, in denen sich Russen und Ukrainer gegenseitig verschiedener Angriffe auf das Kraftwerk beschuldigten.

Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, betonte: "Wir hoffen, dass diese Mission wie vereinbart und festgelegt stattfinden wird. Ich wiederhole noch einmal: Wir sind an dieser Mission interessiert und warten schon seit langem darauf."

Die Möglichkeit eines neuen GAU wie 1986 in Tschernobyl beunruhigt die EU, die der Ukraine 5,5 Millionen Kaliumjodid-Tabletten zur Verfügung gestellt hat. Doch das ist nicht die einzige Hilfe, die Brüssel leisten will, so Josep Borrell, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik: "Dieses nukleare ‚Glücksspiel‘ im Atomkraftwerk Saporischschja, das ist etwas sehr Gefährliches. Die Situation vor Ort ist weiterhin sehr schlecht. Die Ukraine braucht unsere Unterstützung, und wir werden diese Unterstützung auch weiterhin leisten – auf militärischer Ebene. Wir werden auch über die Idee diskutieren, eine hochrangige Ausbildungsmission für die ukrainische Armee einzurichten."

Die IAEA-Inspektoren werden nicht nur Schäden an der Anlage begutachten, sondern auch den Zustand des ukrainischen Personals. Das steht seit Monaten unter strenger Beobachtung des russischen Militärs.