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Ukrainische Offensive nur von Russen bestätigt, "aber abgewehrt"

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Von su  mit dpa
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In der umkämpften Region Donezk im Osten der Ukraine feuern ukrainische Soldaten aus einer (von 18) von Polen gespendeten eine („AHS Krab“-)Haubitze (155-mm-NATO-kompatible Panzerhaubitze). Und äußern Zweifel, ob russische Soldaten "die Kraft und die Ausrüstung haben, um in dem Tempo weiterzumachen, das sie am Anfang hatten" (Soldat Vitaliy (33)).

Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte Berichte von einer Gegenoffensive der ukrainischen Armee, auch im Süden der Ukraine, nicht konkret, nur in Andeutungen.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine:

„Die Ukraine holt sich zurück, was ihr gehört. Und sie wird die Region Charkiw, die Region Luhansk, die Region Donezk, die Region Saporischschja, die Region Cherson, die Krim und definitiv all unsere Gewässer des Schwarzen Meeres und des Asowschen Meeres zurückholen - von der Schlangeninsel bis zur Straße von Kertsch. Das wird passieren. Das gehört uns."

Wenn die russischen Soldaten überleben wollten, sei es «jetzt Zeit, nach Hause zu gehen.» Selenskyj und seine Militärführung sprechen seit Juni über einen Angriff im Süden.

Die Großstadt Cherson an der Mündung des Stroms Dnipro ins Schwarze Meer war gleich zu Beginn der Invasion im Februar von russischen Truppen erobert worden, die von der Halbinsel Krim vorstießen.

"VOLKSABSTIMMUNGEN"

Politisch steht die Ukraine unter Zeitdruck, weil Russland sich die eroberten Gebiete einverleiben will und mutmaßlich für September "Volksabstimmungen" darüber vorbereitet.

Ein von Russland ernannter Verwalter von Cherson bestreitet eine ukrainische Gegenoffensive in der Region.

Kirill Stremousov, stellvertretender Leiter der von Russland ernannten zivil-militärischen Verwaltung von Cherson:

„Niemand befreit die Region Cherson und die Stadt Cherson, niemand zieht sich irgendwohin zurück. Und je mehr Selenskyj, der vom Westen gesteuert wird, Offensiven erklärt, desto mehr Menschen wollen ein Referendum (über den Beitritt zu Russland). Egal wie bedauerlich es klingen mag, wir werden Cherson wieder aufbauen, alles an all die Menschen zurückgeben, die unter den ukrainischen Nazi-Angriffen gelitten haben.“

Ukrainische Behörden haben die Menschen aufgefordert, die besetzten Gebiete möglichst zu verlassen. Falls dies nicht möglich sei, sollten sie sich mit Lebensmittel und Wasser eindecken und Schutz in festen
Gebäuden suchen. Im Zentrum der ukrainisch kontrollierten Stadt Mykolajiw (am Schwarzen Meer) kamen nach Behördenangaben durch russischen Beschuss zwei Menschen ums Leben, 24 Menschen wurden verletzt.

Das russische Verteidigungsministerium hat eineukrainische Offensive in den besetzten Gebieten Cherson und Mykolajiw im Süden der Ukraine bestätigt. Die Angriffe an drei Stellen seien aber abgewehrt worden, wobei die ukrainische Armee schwere Verluste erlitten habe, hieß es am Montag in einer Mitteilung aus Moskau. 

Allerdings gab es bis Dienstag kaum gesicherte Details zu der Offensive. Wie die Südgruppe der ukrainischen Armee mitteilte, seien Einheiten der Donezker Separatisten und russischer Marineinfanterie zum Rückzug gezwungen worden. Genauere Ortsangaben wurden nicht gemacht. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf ukrainischeMilitärquellen, vier Dörfer bei Cherson, darunter Prawdyne, seien erobert worden. Die Angaben waren zunächst nicht überprüfbar ("dpa"). 

su mit dpa