G7: Russland soll nicht länger reich mit seinem Öl werden

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit dpa
Beratungen zum Öldeckel
Beratungen zum Öldeckel   -   Copyright  Stefan Rousseau/AP   -  

Die G7 wollen dafür sorgen, dass Russland weniger an seinem Öl verdient. Das Ziel ist ein internationaler Preisdeckel auf Importe von russischem Öl, um damit eine Finanzierungsquelle für den Krieg gegen die Ukraine auszutrocknen. Aber es gibt noch andere Argumente, um möglichst viele Länder zum Mitziehen zu bewegen:

Der deutsche Finanzminister Christian Lindner sagte: "Wer beispielsweise russisches Öl oder erdölbasierte Produkte auf dem Seeweg transportiert, kann sich nicht mehr auf Schiffsversicherungen der Europäischen Union verlassen. Das schränkt Russlands Einnahmen aus Verkäufen in Drittländer ein."

Die USA rechnen damit, dass die Preisobergrenze Russland deutlich schaden wird. "Sie wird sowohl Russlands Fähigkeit beeinträchtigen, seinen ungerechtfertigten Krieg in der Ukraine zu führen, als auch den Verfall der russischen Wirtschaft beschleunigen", erklärte US-Finanzministerin Janet Yellen.

Zur Gruppe der 7 gehören neben Deutschland und den USA auch Kanada, Großbritannien, Frankreich, Japan und Italien.

Moskau bezeichnete die G7-Entscheidung als absurd und fügte hinzu, dass sie die Ölmärkte erheblich destabilisieren werde.