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Russland liefert nicht - Nord Stream 1 weiter dicht

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Von euronews
Nord Stream 1 in Russland
Nord Stream 1 in Russland   -   Copyright  AP Photo/Dmitry Lovetsky, File   -  

Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 wird weiter kein Gas fließen, so der russische Staatskonzern Gazprom am Freitagabend. 

Ursprünglich war geplant, dass nach drei Tagen der Wartungsarbeiten wieder russisches Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland fließt. Der Umfang sollte dem vor der Unterbrechung entsprechen, also etwa 20 Prozent der maximal möglichen Menge.

Grund sei ein Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja; das Leck sei gemeinsam mit Experten von Siemens Energy bei den Wartungsarbeiten festgestellt worden. 

Bis zur Beseitigung der technischen Probleme bleibe die Gasversorgung gestoppt. Als Beleg soll ein von Gazprom veröffentlichtes Foto dienen, auf dem ausgelaufenes Schmieröl auf der Maschine zu sehen ist. 

Das Unternehmen nannte auch keinen Termin, wann Gaslieferungen wiederaufgenommen werden könnten. Schon in der Vergangenheit sei es zu solchen Ölaustritten gekommen, hieß es. Ein Brief über die Beanstandungen am Aggregat „Trent 60“ mit der Nummer 24 und über die notwendigen Reparaturen sei an den Chef von Siemens Energy, Christian Bruch, gegangen, so Gazprom.

Die Bundesregierung als auch die Europäische Kommission halten die Begründung für vorgeschoben und politisch motiviert. Die Ankündigung von Gazprom von heute Nachmittag, Nord Stream 1 „erneut unter falschen Vorwänden stillzulegen“, sei „ein weiterer Beleg seiner Unzuverlässigkeit als Lieferant“, schrieb ein Sprecher der Behörde auf Twitter. Es sei auch ein Beweis für den „Zynismus“ Russlands, da es vorziehe, Gas zu verbrennen statt Verträge zu erfüllen.

Kreml-Sprecher Peskow sagte laut der Agentur Interfax, Gazprom sei nicht schuld daran, dass die Zuverlässigkeit der Leitung durch die Ostsee gefährdet sei.