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Aufprall am Montag: NASA-Sonde soll Asteroiden aus der Bahn schubsen

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Von Euronews  mit DPA/AP
Ilustrationsbild  Johns Hopkins APL/NASA
Ilustrationsbild Johns Hopkins APL/NASA   -   Copyright  Steve Gribben/Johns Hopkins APL/NASA via AP   -  

Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, ist jedoch ein spektakuläres Weltrettungsexperiment der NASA, um die Erde künftig vor Armageddon - dem verheerenden Einschlag von Asteroiden zu schützen.

An diesem Montag (26. September) soll eine Raumsonde der NASA mit einer Geschwindigkeit von 14.000 Meilen pro Stunde frontal einen Asteroiden namens Dimorphos rammen und dadurch dessen Flugbahn verändern.

Eine Gefahr für unseren Planeten besteht nicht. Bei dem rund 330 Millionen Dollar teuren Feldversuch sollen wertvolle Daten gesammelt und ausgewertet werden.

Tom Statler, Wissenschaftler beim NASA "DART" Programm erläutert: "Zunächst einmal testen wir unsere Fähigkeit, ein autonom gelenktes Raumfahrzeug zu bauen, das den sogenannten kinetischen Einschlag auf einem Asteroiden tatsächlich durchführen kann. Und zweitens beobachten wir bei dem Test, wie der Asteroid auf den kinetischen Aufprall reagiert. Denn die eigentliche Frage ist lautet, wie effektiv wir den Asteroiden bewegt haben. Und ob diese Technik in Zukunft verwendet werden kann, falls wir sie brauchen sollten."

Den Einschlag aus nächster Nähe beobachten soll die kleine italienische Sonde "LICIACube", diese gemeinsam mit der "DART"-Raumsonde vor knapp 10 Monaten ins All startete und sich etwa zwei Wochen vor dem geplanten Einschlag von ihr trennte.

Die Daten sollen den Forschenden auf der Erde helfen, genau zu berechnen, wie sich die Umlaufbahn verändert hat und inwieweit das mit ihren Vorhersagen und Modellen übereinstimmt.

Derzeit wissen Wissenschaftler von keinem Asteroiden, der in absehbarer Zeit direkt auf die Erde zurasen könnte - aber Forscher haben rund 27 000 Asteroiden in der Nähe unseres Planeten identifiziert,