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Finnland macht die Grenze dicht - für russische Touristen

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Von Euronews  mit AFP
Seit Russland eine Teilmobilisierung angekündigt hat, sind in Finnland die Grenzübergänge in die Höhe geschnellt.
Seit Russland eine Teilmobilisierung angekündigt hat, sind in Finnland die Grenzübergänge in die Höhe geschnellt.   -   Copyright  Jussi Nukari/Lehtikuva via AP   -  

Nach dem schlagartigen Anstieg von Einreisen aus Russland hat Finnland angekündigt, dass russische Bürger mit Schengenvisum nicht mehr ins Land gelassen werden.

Die Regelung gilt ab Donnerstagabend 19 Uhr Mitteleuropäischer Zeit.

Die Ankündigung der "teilweisen" Mobilisierung Moskaus für den Krieg in der Ukraine, die zu einem sprunghaften Anstieg der Grenzübertritte zur Folge hatte, habe "einen bedeutenden Einfluss" auf die Entscheidung gehabt, sagte der finnische Außenminister Pekka Haavisto.

Die illegalen Annexionsreferenden in der Ostukraine und die mutmaßliche Sabotage der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hätten "die Sorgen verstärkt", so der Minister.

Damit schließt sich das nordische Land de facto der Entscheidung an, die Anfang September von Polen und den drei baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen), den vier anderen EU-Ländern an der Grenze zu Russland, getroffen wurde.

Die Maßnahme war in Finnland bereits vor Wladimir Putins Teilmobilisierung im Gespräch: Denn auch die vielen Durchreise russischer Urlauber während des Sommers hatten in Finnland für Kontroversen gesorgt.

Helsinki hatte am Abend der Ankündigung der Mobilmachung in Russland ihr baldiges Inkrafttreten angekündigt.

"Die Entscheidung zielt darauf ab, die derzeitige Situation des russischen Tourismus in Finnland und den damit verbundenen Transit durch das Land vollständig zu verhindern", erklärte Haavisto auf einer Pressekonferenz.

Helsinki räumte ein, dass die Entscheidung zu einem Anstieg der Asylanträge und der Versuche, die Grenze illegal zu überqueren, führen könnte.