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Stichwahl vermieden: Van der Bellen (78) bleibt Bundespräsident

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Von Euronews mit dpa
Alexander Van der Bellen feierte seinen Triumph in Wien
Alexander Van der Bellen feierte seinen Triumph in Wien   -   Copyright  Theresa Wey/Copyright 2022 The AP. All rights reserved   -  

Bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich ist Alexander Van der Bellen mit über 56 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Laut Hochrechnungen erzielte FPÖ-Präsidentschaftskandidat Walter Rosenkranz mit rund 18 Prozent das zweitbeste Ergebnis.

Um Platz drei gibt es ein Duell, das sich erst im Laufe dieses Montags entscheiden dürfte: Der Chef der Bierpartei, Dominik Wlazny, und der Kolumnist Tassilo Wallentin lagen am Sonntagabend bei jeweils rund 8 Prozent. 

Die Wahlbeteiligung lag bei 65 Prozent. Die vorläufigen Ergebnisse beinhalten noch nicht die Briefwahlstimmen. Medienberichten zufolge entschied sich jeder fünfte Abstimmungsberechtigte für die Briefwahl - das entspricht rund 800 000 Stimmen.

Van der Bellen zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Mehrheit in diesem Fall, Mehrheit am 9. Oktober heißt: Du hast mehr als alle anderen Kandidaten zusammen genommen."

Das amtliche Endergebnis wird die Bundeswahlbehörde am 17. Oktober bekanntgeben. Die Vereidigung findet am 23. Januar statt.

Van der Bellen hatte im Wahlkampf für Klarheit und Stabilität geworben. Damit konnte der 78-Jährige vor allem in Städten punkten.

Österreichische Medien werteten den Ausgang als überschaubaren Erfolg für den ehemaligen Parteichef der Grünen.

Keine Furcht vor Stichwahl

Peter Wirt, Wahlkämpfer der Grünen, sagte am Wahlabend: "Großartig, dass dies im ersten Wahlgang möglich war. Als grüner Aktivist, der gerne mit den Menschen redet hätt ich mich nicht vor einer Stichwahl gefürchtet, weil wir dann noch mehr Zeit gehabt hätten, um mit den Menschen zu reden und sie von den Werten und Zielen zu überzeugen."

Nicht nur Die Grünen, sondern auch Spitzenpolitikerinnen und -politiker der konservativen ÖVP und der sozialdemokratischen SPÖ zeigten sich mit dem Wahlergebnis zufrieden.

Weder ÖVP noch SPÖ hatten eigene Kandidierende nominiert. Mehrere Medien kritisierten, dass keine Frau in das Rennen um das Präsidentenamt gegangen war.