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15.000 Soldaten: EU-Ausbildungsmission für ukrainische Streitkräfte abgesegnet

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Von Euronews  mit dpa
Ukrainische Rekruten während der Ausbildung in einer Militärbasis der britischen Streitkräfte in Südengland
Ukrainische Rekruten während der Ausbildung in einer Militärbasis der britischen Streitkräfte in Südengland   -   Copyright  Kirsty Wigglesworth/AP Photo   -  

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die EU-Staaten auf eine Ausbildungsmission für die ukrainischen Streitkräfte verständigt. Die Pläne sehen Trainingsprogramme für rund 15.000 Soldaten vor, so der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten in Brüssel.

Oberstleutnant Kempley Buchan-Smith, der in der britischen Armee dient, erklärt, dass natürlich Defensivoperationen einen Aspekt darstellen würden. "Doch aufgrund der Fortschritte Kiews im Osten der Ukraine, haben wir die Art der Ausbildung geändert, um sie offensiver zu gestalten." Man wolle ganz klar die Geländegewinne, die gemacht worden seien, fortsetzen, so der Oberstleutnant.

Um das Risiko zu minimieren, dass Russland die Ausbildungsmission angreift, wird die Ausbildung nicht in der Ukraine, sondern in Ländern wie Polen und Deutschland organisiert.

EU-Mission für zwei Jahre

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hatte am Donnerstag am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel gesagt, Deutschland werde einen signifikanten Beitrag zu der Mission leisten. Nach Angaben aus EU-Kreisen soll die Bundeswehr in den nächsten Monaten bis zu 5000 ukrainische Soldaten ausbilden.

Die EU-Mission ist zunächst auf zwei Jahre angeleget. Sie soll zum Beispiel Scharfschützen ausbilden und Fähigkeiten in Bereichen wie Minenräumung und Sanitätsdienst vermitteln.

AP/Russian Defense Ministry Press Service
Russische Rekruten bei einer militärischen Ausbildung nahe MoskauAP/Russian Defense Ministry Press Service

Russland: Fünf einberufene Soldaten ums Leben gekommen

Während die ukrainischen Soldaten im Ausland trainieren, werden die russischen Truppen zu Hause vorbereitet. Die vom Kreml beschlossene Teilmobilmachung hat im Land viel Kritik hervorgerufen.

Erstmals seit jener Ankündigung Putins räumten russische Behörden nun den Tod von fünf gerade erst einberufenen Soldaten ein. Aus Moskau hieß es, man wolle Fehler im Mobilisierungsprozess korrigieren.