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Angst vor Drogenmafia: Kronprinzessin Amalia in häuslicher Isolation

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Von Euronews mit dpa, AP
Prinzessin Amalia am 20. September 2022 im Royalen Theater von Den Haag bei einer Rede ihres Vaters
Prinzessin Amalia am 20. September 2022 im Royalen Theater von Den Haag bei einer Rede ihres Vaters   -   Copyright  Peter Dejong/Copyright 2022 The AP. All rights reserved

Katzenjammer im Königshaus: Die niederländische Kronrinzessin Amalia hat sich in Selbstsolation begeben. Allerdings nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern wegen einer undurchsichtigen Bedrohungslage.

Die 18-Jährige war erst im September für ihr Studium nach Amsterdam gezogen, das sie jetzt scheinbar überstürzt wieder verlassen hat.

Ihre Mutter Königin Máxima bestätigte bei einem Staatsbesuch in Schweden erstmals Medienberichte, dass Amalia bedroht werde: "Sie verlässt das Haus nicht mehr. Sie haben vielleicht die Nachrichten gehört. Das hat enorme Konsequenzen für ihr Leben. Das bedeutet natürlich, dass sie nicht in Amsterdam lebt und nicht wirklich nach draußen gehen kann. Diese Konsequenzen sind sehr schwierig für sie. Es ist also kein Studentenleben, wie es andere Studenten haben. Ich bin wirklich stolz auf sie, wie sie das alles durchhält, muss ich sagen."

Medienberichten zufolge ist die Prinzessin aus unbekannte Gründen ins Visier der in den Niederlanden und Belgien operierenden Drogenmafia Mocro geraten.

Auch der niederländische Regierungschef Mark Rutte zeigte sich betroffen: "Das ist natürlich eine schreckliche Nachricht. Auch sehr intensiv, diese Nachrichten, die bekannt werden. In erster Linie natürlich für sie selbst. Ich sollte hinzufügen, dass ich nichts über Drohungen oder Sicherheitsmaßnahmen sagen kann. Ich kann Ihnen versichern, dass jeder, der an dieser Sache beteiligt ist, sein Möglichstes tut, um für ihre Sicherheit zu sorgen."

Der neue Aufenthaltsort der Prinzessin ist unbekannt. Medien berichteten, von Sorgen um eine Entführung und erhöhtren Sicherheitsmaßnahmen. Ein Indiz dafür, dass die Bedrohung real zu sein scheint.

Die in den Niederlanden und Belgien das Kokain-Geschäft beherrschende Mocro-Mafia ist für ihre Brutalität und zahlreiche Hinrichtungen bekannt.

Auf ihr Konto soll auch der Mord an dem bekannten niederländischen Journalisten Peter de Vries im Juli 2021 gehen, der im Drogenmilieu recherchiert hatte. Der Prozess gegen zwei mutmaßliche Täter läuft in den Niederlanden. Ein weiterer Verdächtiger sitzt in Haft.