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Nach 45 Tagen im Amt: Liz Truss tritt als Premierministerin zurück - Boris Johnson will antreten

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Von Alexandra Leistner  & Euronews
Liz Truss schlitterte von einer Krise in die nächste.
Liz Truss schlitterte von einer Krise in die nächste.   -   Copyright  Jessica Taylor/UK Parliament

Nach nur 45 Tagen im Amt hat die britische Premierministerin Liz Truss ihren Rücktritt angekündigt. Es ist die kürzeste Amtszeit eines oder einer britischen Premierministerin.

Wie der Reporter von THE TIMES berichtet, will ihr Vorgänger Boris Johnson sich um die Nachfolge von Liz Truss bewerben. Das Argument von Boris Johnson sei, dass seine Kandidatur im nationalen Interesse liege.

Aber Johnson ist derzeit im Urlaub in der Karibik und hat deshalb die Abstimmung am Vorabend des Rücktritts von Liz Truss verpasst.

Alberto Pezzali/alberto pezzali
Bookmaker nach dem Rücktritt von Liz TrussAlberto Pezzali/alberto pezzali

Bei den Bookmakern, die Wetten auf die oder den neuen Premier annehmen, hat Boris Johnson zur Zeit allerdings keine guten Karten. Deutlich vor ihm liegen dort Rishi Sunak - der ehemalige Finanzminister - und Penny Mordaunt, die sich zusammen mit Liz Truss beim letzten Wettbewerb um den Spitzenposten der Konservativen beworben hatten.

Der Druck auf Truss war immer stärker geworden. Ihre Ankündigung an diesem 20. Oktober folgt auf dramatische Szenen im Unterhaus, die sich Vorabend bei einer Abstimmung über Fracking abspielten. In den Stunden danach wurden die Rufe nach ihrem Rücktritt immer lauter.

Bis eine Nachfolge gewählt ist, will sie das Amt noch ausüben, so Truss.

Und wieder wird der Scherz geteilt, dass Liz Truss die Haltabarkeit eines Salatkopfs habe.

Noch einen Tag vor ihrem Rücktritt hatte Truss gesagt  "Ich bin eine Kämpferin, kein Aufgeberin" jetzt sagte sie "Ich habe mit dem König gesprochen, um ihm mitzuteilen, dass ich als Chefin der Konservativen Partei zurücktrete".

Wahlen innerhalb der konservativen Partei sollen in der kommenden Wochen abgehalten werden. Dies werde sicherstellen, "dass wir auf dem Weg bleiben, unsere finanzpolitischen Pläne zu verwirklichen und die wirtschaftliche Stabilität und nationale Sicherheit unseres Landes aufrechtzuerhalten", so Truss.