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34.000 Tonnen Abbau jährlich: Frankreich plant Lithium-Mine für Unabhängigkeit von China

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Von euronews
Auch in Bolivien wird Lithium abgebaut, 29.10.2009
Auch in Bolivien wird Lithium abgebaut, 29.10.2009   -   Copyright  AP Photo/Juan Karita   -  

In Beavoir im französischen Massif Central soll eine der größten Lithiumminen Europas entstehen. Das hat die französische Unternehmensgruppe Imerys mitgeteilt. Die Regierung in Paris unterstützt das Projekt namens Emili. Der Abbau soll im Jahr 2027 starten.

Rund 34.000 Tonnen Lithiumhydroxid sollen hier pro Jahr gewonnen werden. Das Alkalimetall soll Europas Batterierpoduktion für Elektrofahrzeuge unabhängiger von China machen.

Zweitgrößte Mine in Europa geplant

Derzeit wird Lithium in Europa an rund zehn Standorten abgebaut. Emili soll dabei die zweitgrößte Mine werden. Auf Platz eins arbeitet die Lihtiumgewinnung des Start-Ups Vulcan Energie Resources im deutschen Rheintal. Das französische Unternehmen Imerys informierte auf Twitter über das Projekt in Beauvoir und verwies dabei auf die energetische und industrielle Souveränität Frankreichs und der EU: 

In Serbien hatte die Regierung ein ähnliches Projekt zuletzt aufgegeben. Anwohner und Umweltschützer hatten sich zuvor massiv gegen den vom australischen Unternehmen Rio Tinto geplanten Abbau gestemmt. Drei Monate vor der anstehenden Wahl des Staatspräsidenten wurde das Projekt gekippt.

Kritik: Wasserverbrauch und Umweltrisiken

Auch im portugiesischen Mino do Barroso wehrt sich ein Teil der Bevölkerung gegen den Lithiumabbau. Das britische Unternehmen Savannah Resources sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, vor allem wegen des hohen Wasserbedarfs der des Projekts.

Lithium wird für die Produktion von Akkus und Batterien benötig, gerade auch in der Produktion von Energiespeichern für Elektroautos. Der Abbau bringt aber Risiken mit sich. So werden Chemikalien eingesetzt, um das Lithium aus dem abgebauten Gestein zu lösen. Es besteht die Befürchtung, dass Schwermetall ins Grundwasser gelangen könnten - eine mögliche Gefahr auch für die Trinkwasserversorgung.