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Rumäniens größter Salzsee liegt auf dem Trockenen

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Von Frank Weinert
Rumäniens größter Salzsee trocknet aus.
Rumäniens größter Salzsee trocknet aus.   -   Copyright  Vadim Ghirda/AP   -  

Die Trockenheit macht dem Techirghiol-See im Osten Rumäniens zu schaffen: Der Wasserspiegel ist deutlich zurückgegangen. Die Dürre sei daran schuld, sagen Fachleute. Der Techirghiol-See ist der größte salzhaltige See Rumäniens und bekannt für sein mineralisiertes Wasser und den Schlamm, der bei der Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt wird.

Euronews-Reporterin Diana Sobaru konnte sich ein Bild machen: „An dem Ort, an dem ich jetzt bin, gab es bis vor kurzem noch Wasser, aber wegen der Dürre ist das Wasser des Sees etwa 50 Meter zurückgegangen. Dieses Boot ist ein gutes Beispiel dafür: Bis vor kurzem war es im Wasser, jetzt liegt es auf dem Trockenen.“

Zehntausende von Touristen aus dem In- und Ausland kommen jedes Jahr zu Salzwasser- und Schlammbehandlungen: „Ich war auch am Salzsee in Brăila, auch er ist ausgetrocknet. Das ist der Weg der Natur“. „Der See, der Wasserstand war bis zu den Steinen, es gab keinen ausgetrockneten Schlamm. Es war außergewöhnlich. Er geht zurück, weil die Natur es so wollte.“

Adrian Bîlbă, Wissenschaftler, kennt den See bestens: „Der Schlamm wird aus den tiefen Bereichen des Sees gewonnen, es dauert mehrere Jahre, um ihn zu produzieren. Das Gebiet, aus dem er stammt, und der therapeutische Schlamm brauchen mehrere Jahre der Mineralisierung. Wir hängen eigentlich nicht von einer bestimmten Jahreszeit ab. Wahrscheinlich werden wir im kommenden Frühjahr erleben, dass das Wasser zurückkehrt, es ist nicht sicher, aber es ist möglich.“

Die Experten glauben, dass die globale Erwärmung daran schuld ist, aber sie sagen, dass die Qualität und Quantität des Schlamms nicht beeinträchtigt werden. So auch Carmen Oprea, Leiterin des Pflegedienstes des Kurzentrums Techirghiol Balneary: „Nach den klinischen Untersuchungen, die von den behandelnden Ärzten durchgeführt werden, stellen wir nicht fest, dass die Schlammtherapie bei unseren Patienten nicht die erwartete Wirkung hätte.“

Der Techirghiol-See erstreckt sich über eine Fläche von zehn Quadratkilometern. Seine maximale Tiefe beträgt neun Meter im offenen Wasser, aus dem der Schlamm gewonnen wird.