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860 Quadratkilometer Meer und Gas: Israel und Libanon finden Einigung

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Von euronews
Das östliche Mittelmeer
Das östliche Mittelmeer   -   Copyright  Mohammad Zaatari/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.   -  

Der maritime Grenzstreit zwischen den verfeindeten Staaten Israel und Libanon ist mit einem als historisch geltenden Abkommen beigelegt worden. Damit soll auch der Streit über die Ausbeutung bedeutender Gasvorkommen beendet sein. Die entsprechenden Dokumente wurden getrennt unterzeichnet, in Ankara und in Beirut. 

"Das Abkommen über die Seegrenze zeigt, dass die gegnerischen Akteure in der Lage sind, im Interesse der Stabilität und des wirtschaftlichen Wohlstands zusammenzuarbeiten. Dieses Abkommen ist ein Gewinn für die Sicherheit Israels und die Stabilität und Sicherheit in der Region", so der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz, der den Vertrag in der Türkei unterzeichnete.

Auftrieb für Wirtschaft im Libanon?

Der libanesische Präsident Michel Aoun unterschrieb in Beirut. Die Vermittlung durch die USA und die äußerst schwierige wirtschaftliche Lage im Libanon dürften zu der Einigung beigetragen haben.

"Ich denke, dass es jetzt, da wir diesen Meilenstein erreicht haben, auch darum geht, was von hier an passiert. Und ich glaube und hoffe wirklich, dass dies ein wirtschaftlicher Wendepunkt im Libanon sein kann, der eine neue Ära der Investitionen einleitet", so Amos Hochstein, Berater der US-Regierung in Energiefragen.

Es geht auch ums Gas

Das umstrittene Gebiet umfasst rund 860 Quadratkilometer Meer mit zwei Gasfeldern. Die Länder dürfen laut Vertrag je eines davon erkunden und ausbeuten.

Israel und der Libanon befinden sich offiziell im Krieg, wobei sie seit 2020 mit Unterbrechungen in Kontakt stehen, um diesen nun geschlichteten Streit beizulegen.