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Südfront in der Ukraine: Der Kampf um Cherson verschärft sich

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Von Oleksandra Vakulina  & Euronews
Euronews-Analystin Sasha Vakulina analysiert die Lage an der Südfront in der Ukraine
Euronews-Analystin Sasha Vakulina analysiert die Lage an der Südfront in der Ukraine   -   Copyright  Euronews

Euronews-Analystin Sasha Vakulina berichtet über das aktuelle Geschehen an den Frontlinien in der Ukraine und über die Lage in der Hauptstadt Kiew nach den massiven Luftangriffen des russischen Militärs:

"Nach den erneuten russischen Raketenangriffen auf Kiew sind die Wasser- und Stromversorgung innerhalb von 24 Stunden wiederhergestellt worden. Bürgermeister Vitali Klitschko, warnte jedoch, dass angesichts der "erheblichen" Auswirkungen" der jüngsten russischen Angriffe auf kritische Infrastrukturen weiterhin mit Stromausfällen zu rechnen sei.

Der US-Thinktank Institute for the Study of War vermutet, dass Russland den Kampfeswillen der Ukraine schwächen will, während die Temperaturen im Land sinken."

"Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland 55 Marschflugkörper abgefeuert, von denen 45 von der ukrainischen Luftabwehr abgeschossen worden seien.

Unterdessen verschärft sich die Lage im Süden der Ukraine und vor allem der Kampf um Cherson. Das Institute for the Study of War berichtet, dass die russischen Streitkräfte wahrscheinlich weiterhin Truppen und militärisches Gerät über den Fluss Dnipro verlegen, um ukrainische Vorstöße in Richtung der Stadt Cherson zu verhindern, während sich die russischen Truppen gleichzeitig auf einen Stellungskampf um Cherson vorbereiten."

"Der stellvertretende Leiter der russischen Besatzungsverwaltung von Cherson, Kirill Stremousov, erklärte, die russischen Streitkräfte hätten mit dem Aufbau von Stellungen in Bilozerka und Tschornobaiwka begonnen. Die Tatsache, dass sich russische Kollaborateure auf die Verteidigung von Tschornobaiwka vorbereiten, ist besonders bemerkenswert, da Tschornobaiwka die letzte Siedlung entlang der Straße M14 nördlich der Stadt Cherson ist.

Die derzeitige Frontlinie liegt weniger als 20 km nordwestlich von Tschornobaiwka, und die aktiven Bemühungen, die Verteidigung hier zu verstärken, veranschaulichen die Sorge um einen bevorstehenden ukrainischen Vorstoß.

Das Institute for the Study of War sieht in der Evakuierung militärischer Einrichtungen vom Westufer des Dnipro und den gleichzeitigen Vorbereitungen für die Verteidigung kritischer Gebiete um die Stadt Cherson ein Anzeichen dafür, dass Russland ernsthafte Bedenken vor einem Kontrollverlust am Westufer habe."