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COP27: Wer zahlt für die Klimaschäden in den ärmeren Ländern?

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Von Andreas Rogal  & Euronews  mit AP, AFP
Auf der Klimakonferenz COP27 in Ägypten
Auf der Klimakonferenz COP27 in Ägypten   -   Copyright  Peter Dejong/Copyright 2022 The AP. All rights reserved   -  

Auf der Weltklimakonferenz COP27 im ägyptischen Scharm el Scheich haben führende europäische Politikerinnen und Politiker ihr Engagement beim Kampf gegen den Klimawandel bekräftigt.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, forderte die Industrienationen auf, dem Beispiel der EU zu folgen und dem globalen Süden Klimafinanzierung zukommen zu lassen.

Neue Wasserstoffpartnerschaften der EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: "Der globale Süden hat die Ressourcen im Überfluss. Wir sollten uns zusammentun. Aus diesem Grund schließt die Europäische Union neue Wasserstoffpartnerschaften mit Ägypten, Namibia und Kasachstan. Aus diesem Grund unterstützen wir Partner wie Vietnam und Südafrika bei der Dekarbonisierung ihrer Volkswirtschaften. Wir müssen das Ziel von Paris erreichen. Und Europa bleibt auf Kurs. Wir werden unsere Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % senken."

"Das Team Europa geht voran ... trotz Covid, trotz des russischen Krieges", betonte von der Leyen.

Klimaaktivistinnnen und -aktivisten befürchten, dass bei den Gesprächen eines der dringlichsten Probleme, nicht angemessen behandelt wird, das Abfangen der von der Klimakrise verursachten Schäden und Verluste in den Entwicklungsländern. Jüngsten Studien zufolge belaufen sie sich auf mehrere hundert Milliarden Euro pro Jahr.

Rachel Simon vom Climate Action Network Europe erklärte: "Die Entwicklungsländer und die Menschen an vorderster Front fordern schon seit über 30 Jahren Finanzmittel zur Bewältigung von Verlusten und Schäden, also noch bevor das Pariser Klimaabkommen von 2015 vereinbart wurde. Und jetzt haben wir auf der COP27 die Gelegenheit, uns zu entscheiden: entweder wir ergreifen Maßnahmen, um die Gemeinschaften an vorderster Front zu unterstützen und die Verluste und Schäden, die sie erleben, anzugehen, oder wir schieben es erneurt auf die lange Bank und verzögern das Handeln noch weiter."

Nach dem heißesten Oktober

Im Oktober waren die Temperaturen in Europa die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen, das sagen die am Dienstag vorgelegten Daten des Kopernikus Klimawandeldienstes (C3S) der Europäischen Union. Demnach lagen sie fast zwei Grad über denen des Referenzzeitraums der letzten dreißig Jahre.

Laut dem EU Klimamonitor brachte eine Wärmeperiode "Rekord-Tagestemperaturen in Westeuropa und einen rekordverdächtig warmen Oktober in Österreich, der Schweiz und Frankreich". Auch in weiten Teilen Italiens und Spaniens wurden im vergangenen Monat Rekorde gebrochen.