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"Ocean Viking": Sicherer Hafen nun in Frankreich?

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Von Euronews  mit dpa
Ein Migrant wird vor dem Verlassen des Rettungsschiffs "Geo Barents" im Hafen von Catania registriert
Ein Migrant wird vor dem Verlassen des Rettungsschiffs "Geo Barents" im Hafen von Catania registriert   -   Copyright  Massimo Di Nonno/AP Photo   -  

Die Situation auf dem Seenotrettungsschiff "Ocean Viking" mit 234 geretteten Migranten an Bord ist weiterhin dramatisch. Dem Boot wurde ein Anlegen auf Sizilien nicht gestattet. Die EU-Kommission forderte in einer Erklärung die "sofortige Aufnahme" aller Menschen, die sich an Bord befinden.

Die Ocean Viking müsse den "nächstgelegenen sicheren Ort" ansteuern dürfen, um eine humanitäre Tragödie zu vermeiden", schreibt die Brüsseler Behörde auf íhrer Webseite und auf Twitter.

"Ocean Viking" auf dem Weg nach Frankreich

"Die rechtliche Verpflichtung zur Rettung und zur Gewährleistung der Sicherheit des Lebens auf See ist klar und eindeutig - unabhängig von den Umständen, die die Menschen in Not versetzen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Hintergrund der scharfen Worte aus Brüssel ist die bisherige Weigerung der italienischen Behörden, der "Ocean Viking" eine Erlaubnis für die Einfahrt in einen Hafen zu erteilen. Die Migranten hatte die Besatzung nach eigenen Angaben unter anderem in Gewässern vor Libyen aus Seenot gerettet.

Das Schiff hat die italienischen Gewässer verlassen und ist auf dem Weg nach Frankreich - nachdem die dortigen Behörden die Erlaubnis erteilt hatten, alle Menschen an Land zu bringen.

Meloni kritisiert Entscheidung des Gesundheitsamts

Bereits am Dienstagabend konnten rund 250 Migranten zwei Rettungsschiffe verlassen und in der italienischen Stadt Catania an Land gehen. 35 Menschen verließen das deutsche Schiff "Humanity 1" - unmittelbar zuvor konnten 213 Menschen von Bord der unter norwegischer Flagge fahrenden "Geo Barents" gehen.

Die Migranten waren erst nach einer Intervention des Gesundheitsamt von Catania an Land gelassen worden. Die neue rechte italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nannte diese Entscheidung des Gesundheitsamts "bizarr", wie sie laut Nachrichtenagentur Ansa zu Parteikollegen sagte. Sie behauptete demnach, bei den Menschen an Bord habe es sich um Migranten und nicht um Schiffbrüchige gehandelt, weshalb es nicht die Pflicht Italiens sei, sie an Land zu lassen.