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Hinter dem Anschlag von Istanbul steckt offenbar eine Attentäterin

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Von Euronews
Sicherheitskräfte und Krankenwagen am Tatort nach einer Explosion in der beliebten Istanbuler Fußgängerzone Istiklal-Straße.
Sicherheitskräfte und Krankenwagen am Tatort nach einer Explosion in der beliebten Istanbuler Fußgängerzone Istiklal-Straße.   -   Copyright  Francisco Seco/AP   -  

Bei der Explosion einer Bombe in einer beliebten Fußgängerzone im türkischen Istanbul sind sechs Menschen getötet worden, mindestens 81 weitere wurden verletzt. Die Explosion geschah um 16.20 Uhr Ortszeit, Vizepräsident Fuat Oktay sagte es handele sich um die Tat einer Attentäterin. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sprach von einem "hinterhältigen Anschlag". Definitiv von Terrorismus zu sprechen, sei vielleicht falsch, schränkte der Präsident ein. Aber der Gouverneur der Metropole, Ali Yerlikaya, habe ihm gesagt, es liege ein "Geruch von Terror" in der Luft. 

Zum Zeitpunkt der Explosion am Nachmittag war die Fußgängerzone im Zentrum des europäischen Teils der türkischen Metropole besonders gut besucht. Rettungskräfte und Polizei waren vor Ort. In folgendem Video auf Twitter ist der Moment der Explosion zu sehen. 

In Sozialen Medien hieß es, die Geschäfte seien geschlossen und die Straße gesperrt worden. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, der Gegend rund um den Tatort fern zu bleiben. Auf online verbreiteten Fotos waren zerborstene Scheiben und auf dem Boden liegende, blutüberströmte Menschen zu sehen.

Die türkische Rundfunkbehörde Rtük verhängte eine vorläufige Nachrichtensperre für Medien. Berichte über die Explosion sollten vermieden werden, um Angst und Panik in der Bevölkerung zu vermeiden, hieß es in dem Schreiben. Die Sender CNN Türk und TRT etwa unterbrachen daraufhin ihre Berichte über die Explosion auf der beliebten Einkaufsmeile.

Istanbul und andere türkische Städte waren in der Vergangenheit mehrfach Ziel von politisch motivierten Anschlägen militanter kurdischer oder islamistischer Gruppen. Einer der Anschläge wurde auch auf der nun betroffenen Istiklal-Straße verübt.