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8 Milliarden Menschen - welche Auswirkung hat die Weltbevölkerung auf den Klimawandel?

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Von euronews  mit dpa, AP, AFP
Syymbolbild Klimawandel
Syymbolbild Klimawandel   -   Copyright  Ariel Schalit/ AP

8 Milliarden Menschen leben auf der Erde - so viele wie noch nie. Und das weltweite Bevölkerungswachstum soll laut Prognosen bis mindestens 2080 anhalten.

Dabei ist die Bevölkerung ungleich verteilt, mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Asien.

Mehr Menschen bedeuten nicht mehr CO2-Emissionen

Doch mehr Menschen bedeuten nicht zwangsläufig mehr CO2-Emissionen- diese hängen mit dem Einkommen zusammen, so die Professorin für Demographie Raya Muttarak:

"Die oberen 10 % mit dem höchsten Einkommen verursachen fast 50 % der globalen CO2-Emissionen, verantwortlich dafür sind also nur 770 Millionen Menschen. Die unteren 50 % der Weltbevölkerung, was das Einkommen angeht - also 4 Milliarden Menschen - verursachen nur 12 % der weltweiten Emissionen." 

Die weiteren Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf Umwelt und Klimawandel hängen davon ab, wieviel mehr Menschen es tatsächlich geben wird. Prognosen reichen von knapp 9 Milliarden bis hin zu über 12 Milliarden im Jahr 2100. Doch die Hauptfrage ist, ob das menschliche Verhalten die globale Erwärmung weiter anheizt oder verlangsamt - wobei einige Länder mehr Verantwortung tragen als andere.

Genug Ressourcen, aber es braucht gerechtere Verteilung

Nach Einschätzung der UN muss die Überbevölkerung kein Anlass zur Sorge sein. Es gebe durchaus ausreichend Ressourcen - es komme viel mehr auf die richtige und gerechte Verteilung an - hier muss noch viel getan werden.

Denn den ärmeren Ländern mangelt es nicht nur an Ressourcen, sie sind auch am stärksten vom Klimawandel betroffen. Doch sie sind durch mangelnde finanzielle Möglichkeiten kaum in der Lage, die Folgen zu bewältigen.

Der Weltklimarat prognostiziert, dass bis 2050 etwa 3 % der Weltbevölkerung durch den Klimawandel vertrieben werden könnten. Solch eine großflächige Zwangsmigration könnte die Entwicklung vieler Regionen untergraben. Und das selbst wenn, wie im Pariser Klimaabkommen festegelegt, die menschengemachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C begrenzt werden kann.

Wissenschaftler warnen mittlerweile davor, eine Klimaerwärmung von mehr als plus 4 Grad sei nicht mehr auszuschließen.

Weitere Quellen • UN, IPPC