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Gipfel in Indonesien: Was macht die G20?

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Von Euronews
G20
G20   -   Copyright  Leon Neal/WPA Rota   -  

Die G20 ist eine multilaterale Institution. Sie soll versuchen, die Globalisierung zu steuern. 2008 fand das erste Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs statt.

Gastgeber in Washington war US-Präsident George W. Bush, der kurz vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit stand und die Bühne einem kürzlich gewählten Barak Obama überlassen musste.

Im Sommer 2008 hatte die Subprime-Krise die Welt in Turbulenzen gestürzt. Die schwerste Finanzkrise seit dem Wall-Street-Crash 1929. Die globale Ordnung kam durcheinander.

Die G20 ist eine Plattform für die ursprünglichen G8-Mitglieder (jetzt nur noch G7 nach dem Ausschluss Russlands), die EU-Länder und die Schwellenländer, die sogenannten BRICS, Brasilien, Russland und Indien, China und Südafrika.

Die Absicht zu Beginn des neuen Jahrtausends war es, eine chaotische Expansion der globalen Märkte zu vermeiden - durch die Schaffung eines Forums zur Regulierung makroökonomischer Fragen.

Die Idee war, die teilweise bestehende Unvereinbarkeit von Rechtsstaatlichkeit, sozialen Rechten und Umweltstandards unter den Mitgliedern zu verringern, um das schnelle Tempo der Globalisierung zu steuern, indem die rechtlichen Barrieren zwischen Blöcken und Ländern abgebaut und diese Standards angehoben wurden.

Die Folge war, dass die Interessen der Demokratien mit denen der autoritären Systeme wie China und Russland in Konflikt gerieten. Die Kreditklemme, die Schuldenkrise, die Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben die Globalisierung in eine Sackgasse geführt.

Die Dinge haben sich dramatisch verändert, seit Xi Jinping Präsident der Volksrepublik China wurde. Hu Jintaos Politik der offenen Tür scheint vergessen, zumindest in China. Auf dem Treffen in Indonesien wird sich die G20 neu positionieren müssen.