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Fahrer von Mafia-Boss soll 3 Prostituierte in Rom ermordet haben

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Von Euronews  mit AFP, Corriere
Polizei in Rom
Polizei in Rom   -   Copyright  Domenico Stinellis/AP

An diesem Samstag hat die Polizei in Rom einen 51-Jährigen festgenommen, der drei Prostituierte mit Messerstichen ermordet haben soll. Wie Corriere della Sera berichtet, wurde der Verdächtige mithilfe von Bildern von Überwachungskameras überführt. Er arbeitete als Fahrer eines Camorra-Bosses und ist wegen sexueller Angriffe und Drogendelikten vorbestraft. Der Chef des Camorra-Clans Michele Senese sitzt derzeit in Haft.

Die Mordopfer sind zwei chinesische Prostituierte - die am Donnerstagvormittag im schicken römischen Viertel Prati gefunden wurden - und eine kolumbianische Transgender-Sexarbeiterin - deren Leiche wenige Stunden später entdeckt wurde. Die Kolumbianerin war 65 Jahre alt und wurde von einem Freund gefunden. Eine der Chinesinnen war laut italienischer Presse etwa 40 Jahre alt und hatte Verletzungen am Kopf und am Bauch.

Der mutmaßliche Mörder war 2008 und 2011 in stationärer psychiatrischer Behandlung. Er stammt aus Rom und hielt sich in der Wohnung von Verwandten versteckt.

Der Verdächtige spricht von einem Blackout

Corriere della Sera nennt den Verdächtigen auch den "Killer von Rom" und zitiert aus dem Protokoll des siebenstündigen Verhörs. 

Der 51-Jährige war offenbar verwirrt, hatte einen Blackout und könnte unter dem Einfluss von Drogen gewesen sein. Er sagte: "Ich erinnere mich, dass ich in dem Haus in der Via Riboty mit einigen chinesischen Mädchen war und die Halswunde von einer von ihnen abgetupft habe, aber dann wurde ich ohnmächtig, ich kann mich an nichts mehr erinnern. Ich kann mich nicht erinnern, in der Via Durazzo gewesen zu sein. Ich bin zwei Tage lang herumgelaufen, ohne zu essen oder zu schlafen. Ich bin mit blutverschmierten Kleidern beim Haus meiner Mutter und meiner Schwester angekommen."