NATO-Treffen in Rumänien: Mehr Schutz für ukrainische Infrastruktur

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Von Nial O'Reilly
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und US-Außenminister Anthony Blinken in Rumänien
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und US-Außenminister Anthony Blinken in Rumänien   -   Copyright  Vadim Ghirda/Copyright 2022 The AP. All rights reserved

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Mitglieder treffen sich in Rumänien. Angesichts der russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur der Ukraine wollen sie ihre Unterstützung verstärken. Die ukrainische Luftabwehr habe oberste Priorität, um weitere Zerstörungen zu verhindern. Der Westen wolle modernere Waffensysteme bereitstellen.

Die Botschaft aller Verbündeten ist, dass wir mehr tun müssen, um der Ukraine bei der Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur zu helfen. Und wir müssen mehr Luftabwehrsysteme bereitstellen, um die Angriffe selbst zu bekämpfen.
Jens Stoltenberg
NATO-Generalsekretär

Dazu komme, so Stoltenberg, die Sicherung des Betriebs der bereits gelieferten Systeme. Viele davon sind moderne Luftabwehrsysteme nach Nato-Standard und müssen auch gewartete und aufmunitioniert werden.

Russland greife nun zivile Ziele und Städte an, weil es keine Geländegewinne mehr mache und verhindern wolle, dass die Ukraine weitere Gebiete befreie. Bereits am Freitag hatte der Nato-Generalsekretär deutlich gemacht, dass für ihn auch eine Lieferung von deutschen Patriot-Flugabwehrsystemen in die Ukraine nicht tabu wäre. Deutschland hatte zuvor Polen Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot zur Sicherung des polnischen Luftraums angeboten. Warschau regte dann aber eine Verlegung direkt ins Nachbarland an.

Von den USA wird die Ankündigung eines Hilfspaketes für das ukrainische Energienetz erwartet, das durch die Angriffe stark in Mitleidenschaft gezogen ist.