Живели! Serbischer Sliwowitz soll Kulturerbe werden

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Von Andrey Poznyakov
Miroslav Milosevic wäscht einen Behälter nach der Schnapsherstellung.
Miroslav Milosevic wäscht einen Behälter nach der Schnapsherstellung.   -   Copyright  Darko Vojinovic/Copyright 2022 The AP.

Serbien ist ein stolzes Land, stolz auf seine Geschichte, seine Kultur – und den Slivovitz, den Pflaumenschnaps. Die Tradition, das Handwerk und die Rezepte könnten jetzt immaterielles UNESCO-Kulturerbe werden, so wie armenisches Fladenbrot, koreanisches Kimchi oder türkischer Kaffee

"Der Sljivovitz ist so beliebt, weil die Pflaume so beliebt ist, aus. sie ist sehr wichtig in der serbischen Ethnologie, im Alltag, in der serbischen Geschichte. Mit keiner anderen Frucht sind die Serben so eng verbunden." so Ilija Malovic, Soziologe und Herausgeber des Blogs "Rakia, Mostly".

Früher wurde vor dem Bau eines Hauses zuerst der Pflaumenbaum gepflanzt, um zu sehen, ob er Früchte trägt, und wenn ja, war der Boden sauber, gesund und manchmal sogar heilig. Und dann haben die Menschen dort ihr Haus gebaut."
Ilija Malovic
Soziologe und Herausgeber des Blogs "Rakia, Mostly".

Der Pflaumenschnaps wird vielerorts selbst gebrannt, vor allem in ländlichen Gebieten. In kürze soll die UNESCO entscheiden, ob der Slivovitz ein Stück serbische Kultur und Identität ist - allerdings betrachten viele osteuropäische Länder den Pflaumenschnaps ebenfalls als ihr kulturelles Erbe.