Die etwas andere Brieffreundschaft - oder: wie die Royals Boston bezaubern

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Von Andrea Büring
William und Kate vor dem Rathaus in Boston
William und Kate vor dem Rathaus in Boston   -   Copyright  Steven Senne/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.

In der US-amerikanischen Stadt Boston haben Fans der britischen Royals vor dem Rathaus ausgeharrt, um einen Blick auf den Prinzen und die Prinzessin von Wales zu erhaschen. Auch der Regen konnte ihrer Begeisterung keinen Abbruch tun. William und Kate sind zu Besuch anlässlich einer Preisverleihung für Klimaschutzprojekte - des Earthshot Preises.

Karen Calkins kam eigens aus New York angereist. "Für meine Kinder sind sie Vorbilder. Meine Tochter interessiert sich für alles, was mit ihnen zu tun hat. Sie liest Bücher, sie schreibt ihnen und sie schreiben zurück."

Ich habe fast 75 Briefe (an William) geschrieben.
Courtney Calkins
Fan

Auch mit Courtney Calkins verbindet William... eine "Brieffreundschaft". 

"Ich habe fast 75 Briefe geschrieben. Es war toll, als sie im Juli bekannt gaben, dass der Earthshot Preis nach Boston kommt. Da habe ich William geschrieben, und vor einigen Wochen habe ich eine Antwort bekommen", sagt Calkins.

Der Earthshot Preis wird jedes Jahr vergeben. Dass nun Boston an der Reihe der Austragungsorte ist, liegt für Prinz William auf der Hand - "denn seine Universitäten, Forschungszentren und die lebendige Start-up-Szene machen es zu einem globalen Vorreiter der Wissenschaft, der Innovation und des unbegrenzten Ehrgeizes."

Die diesjährigen Gewinner des Earthshot Preises werden in Kürze bekannt gegeben.

Positive Presse können die Royals gerade sehr gut gebrauchen. Rassismus-Vorwürfe überschatten erneut das britische Königshaus. Eine Hofdame und Taufpatin Prinz Williams' hatte die schwarze Aktivistin Ngozi Fulani mehrfach gefragt, woher sie "wirklich" komme. Der Palast betonte, der König und die Königin seien informiert worden. William distanzierte sich rasch von den Aussagenvon Susan Hussey. Doch es sieht nicht so aus, als würde die Familie das Thema nur schwer los. 

Zuvor hatte auch Herzogin Meghan der Könisfamilie in ihrem Interview bei Oprah Winfrey Rassismus vorgeworfen.