Schwarze Liste: USA warnen vor Menschenrechtsverletzungen durch Wagner-Söldnern

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Von Euronews
Wagnergruppe, Archiv
Wagnergruppe, Archiv   -   Copyright  Dmitri Lovetsky/Copyright 2022 The AP. All rights reserved

Die USA haben die russische Söldnergruppe Wagner auf eine Liste mit Terrororganisationen hinzugefügt. Auf ihr befinden sich bereits die afghanischen Taliban, die nigerianische Boko Haram sowie zwei Untergruppen des so genannten Islamischen Staates. Wegen der Verletzung religiöser Freiheiten wurde darüber hinaus die Lage in mehreren Staaten als "besorgniserregend" eingestuft - untere anderem in Kuba, Nicaragua und China.

Geleitet wird die Wagnergruppe von einem Vertrauten des russischen Präsidenten, dem Unternehmer Jewgeni Prigoschin. Der 61-Jährige war in jungen Jahren im Gefängnis und ist dann mit Kantinenessen und mit der Versorgung von Russlands Armee reich geworden.

Erst im September 2022 hatte sich Prigoschin offiziell dazu bekannt, was viele schon seit Jahren vermuteten, nämlich dass er der Chef der Wagner-Söldner ist. Das Hauptquartier des Militärunternehmens ist kurz darauf in St. Petersburg eröffnet worden.

Prigoschin, der auch eine Troll-Fabrik leiten soll, hatte sich auch gebrüstet, er habe die Wahlen in den USA beeinflusst.

Die Söldner werden beschuldigt, in der Zentralfafrikanischen Republik, Libyen und Mali zahlreiche Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben.