Cherson: Bewohner und Infrastruktur weiter im Visier russischer Truppen

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Von euronews
In Cherson werden Medikamente an Bewohner der Stadt ausgegeben, 03.12.2022
In Cherson werden Medikamente an Bewohner der Stadt ausgegeben, 03.12.2022   -   Copyright  Evgeniy Maloletka/Copyright 2020 The AP. All rights reserved

Drei Wochen nach der Rückeroberung von Cherson durch die ukrainische Armee wird die Stadt weiter angegriffen. Denn die russischen Truppen sind noch in Reichweite, auf der anderen Seite des Flußes Dnepro. Sie zielen weiter auf die lebenswichtige Infrastruktur und auf die Wohngebäude der Stadt.

UN-Hochkommissar besucht Ukraine

Volker Türk, Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte hat unterdessen einen viertätigen Besuch in der Ukraine begonnen. 

"Ich bin hier hier als Zeichen der Solidarität mit den Opfern dieses schrecklichen Krieges, verursacht durch die Invasion des Landes durch Russland am 24. Februar", so Türk während seiner Reise in dem vom Krieg gezeichneten Land im Großraum Kiew. Türk sollte auch Butscha und Irpin besuchen. 

Martial Trezzini/' KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI
UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk in Genf, vor seiner Reise in die Ukraine, 24.11.2022Martial Trezzini/' KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI

US-Geheimdienste: Krieg wird langsamer

Insgesamt schienen sich die Kampfhandlungen in der Ukraine zuletzt etwas abgeschwächt zu haben. Der Winter dürfte seinen Beitrag dazu leisten - so zumindest stellen es die Geheimdienste der USA dar. Es sei damit zu rechnen, dass sich beide Seiten auf eine Offensive im Frühjahr vorbereiten dürften.

Bereits jetzt sei ein reduziertes Tempo der Kämpfe zu beobachten und beide Konfliktparteien versuchten, sich für weitere Kämpfe im Frühjahr neu aufzustellen, sagte US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines am Samstag auf einem Militär-Forum in Simi Valley in Kalifornien. 

Jedoch herrsche in Geheimdienstkreisen ein "gewisses Maß an Skepsis" darüber, ob die russischen Streitkräfte für neue Kämpfe im März überhaupt gerüstet seien. Diesbezüglich sei der Blick auf die Ukrainer optimistischer, so Haines.

Weitere Quellen • dpa